Reiseroute

7 Tage sind ein enges Zeitfenster, sofern man sich vorgenommen hat, die Insel komplett zu umrunden und dabei auch die ein oder andere Wanderung mitzunehmen. Aber es geht, etwas Planung im Vorfeld vorausgesetzt. Während meiner Tour bin ich etwas mehr als 2.500 km mit dem Wagen gefahren. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich gut über die Ringstraße ansteuern. Vor allem an der Südküste reiht sich ein Highlight an das nächste.

Wer ein Auto mietet, sollte sich unbedingt überlegen, ob er nicht 200 Euro mehr investieren möchte, denn mit einem geländetauglichen Wagen erreicht man nicht nur schwer zugängliche Landstriche, sondern fährt auf Schotterpisten, die es durchaus auch auf einigen Abschnitten der Ringstraße gibt, einfach sicherer (siehe Auto im Straßengraben). Hier der konkrete Verlauf meiner Reise:

Reiseverlauf / Die Stationen der Reise

04. September Ankunft 23:50 Uhr
Übernachtung: Zeltplatz Alex Guesthouse
05. September Einkaufen, Blue Lagoon, Kleifarvatn, Thingvellir
Übernachtung: Reykjavik Zeltplatz
06. September Tauchen Silfra, Geysir, Gulfoss, Eystri-Hagafellsjökull
Übernachtung: Berghütte Eystri-Hagafellsjökull
07. September Fahrt entlang der Südküste, Seljalandsfoss, Skogafoss, Dyrholaey, Abstecher Lakagigar (Furten!)
Übernachtung: Skaftafell Zeltplatz
08. September Große Wanderung Skaftafell (06.30 Uhr – 14.00 Uhr), Jökulsarlon
Übernachtung: Zelten (wild)
09. September Wanderung Hvítuhnjúkur, Fahrt nach Myvatn
Übernachtung: Myvatn Blockhaus
10. September Wandern in der Krafla-Region, Namaskard, Viti
Übernachtung: Myvatn Jugenherberge Sæberg
11. September Sneafellsnes, Stykusholmur, Sneafellsjökull, Kurzabstecher Reykjavik, Rückgabe Mietwagen
12. September Abflug 0:35 Uhr

31 Gedanken zu „Reiseroute

  1. Vielen herzlichen Dank für Deinen plastischen und vielfacettingen Island-Reisebericht.

    Besonders die Route Deiner 7-tägigen Insel-Rundreise interessiert mich sehr; wir erwägen, sie genauso „nachzumachen“.
    Drei Fragen noch:

    Hättest Du im Nachhinein die gleiche Route gewählt (oder welche Ecken hätte man sich lieber sparen/ genauer anschauen können?)
    Hast Du Dich als Individualreisender auf Deinen Wanderungen die ganze Zeit über gut und sicher gefühlt oder wären geführte Tageswanderungen Alternativen?
    Und: Was hat Dich die ganze Island-WE damals inkl. Wagen, Unterkunft und Verpflegung gekostet?

    Vielleicht findest Du ja mal Zeit zu antworten; würde mir sehr helfen in der Groborientierungsphase…

    Viele Grüße von der Alster an den Maschsee
    Alina

  2. Freut mich, dass Dir der Reisebericht gefällt 🙂

    Hier meine Antworten.
    Die Route ist wunderbar. Je mehr Zeit man mitbringt, desto mehr Schleifen und Abstecher, sei es auf die Westfjode oder ins Landesinnere, kann man mitnehmen.

    Island lässt sich bestens als Individualreisender erkunden, so wie es in allen skandinavischen Ländern der Fall ist. Wer in entlegenen Gegenden wandert, sollte sich entsprechend vorbereiten. Und wer sich gut vorbereitet und etwas Outdoor-Erfahrung mitbringt, sollte keinerlei Probleme bekommen. Ich habe immer ein GPS-Gerät dabei, unterstützend auch Kartenmaterial auf Papier (siehe Planung und Infos). Mit den Karten orientiere ich mich auf den Straßen und mit dem GPS auf den Wanderungen.

    Was die Kosten für die Reise betrifft – schau mal unter Preise in Island. Ich habe die Seite angepasst und um die Reisekosten ergänzt.

    Dann wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß bei der Planung und noch mehr Spaß später auf der Tour!

    1. Hallo Achim,
      Das hört sich ja alles ganz spannend an! Mich hat jetzt auch die Lust gepackt und ich werde in drei Wochen mit einer Freundin mach Island fahren. Da wir uns auch Kostengründen nur für eine Woche ein Auto mieten wollten, möchte ich gern Fragen welche Route Du empfehlen würdest? Wir würden gerne auch eine mehrtägige Wanderung machen und vielleicht auch eine Fahrradtour. Sollte man dann mit Startpunkt Reykjavik eher in den Süden oder Richtung Norden fahren? Über Auskunft würde ich mich freuen! Gruß anna

    2. Hallo Anna,
      wie gesagt. In einer Woche kann man die Insel schon komplett umrunden, aber man ist dann schon gut durchgetaktet. Als mehrtägig Wanderung bietet sich beispielsweise Landmannalaugar an. Allerdings wird die Tour gut frequentiert, weil es DIE Wanderung in Island schlechthin ist. Ich persönlich würde mit dem Rad von Reykjavik aus entweder entlang der Küste fahren oder aber, in einer zweitages Tour, Thingvellir ansteuern, das gut 40 Kilometer entfernt liegt. Im Süden Reykjaviks sind die Lavafelder riesig und dementsprechend karg wirkt die Landschaft. Um zur Blauen Lagune zu kommen, würde ich lieber einen Bus nehmen.
      Viel Spaß!

  3. Herzlichen Dank für deinen großartigen Reisebericht, er ist übersichtlich strukturiert, detailliert und vor allem wunderbar visualisiert.

    Bei meinen eigenen Recherchen und Reisevorbereitungen für kommenden August ist mir aufgefallen, dass das von dir erwähnte „Alex Guesthouse“ KEIN CAMPING mehr anbietet. Man kann sich (leider) nur noch in die Hütten und das Gästehaus einquartieren.

    Viele Grüße,
    ~ Josephine

  4. Hallo Achim,

    vielen Dank für deinen schönen und sehr hilfreichen Reisebericht.
    Wir planen zu viert im Juli dieses Jahr nach Island zu fliegen, allerdings mit 10 Tagen Aufenthalt und würden gerne deine Route ausprobieren.

    Wir stellen uns nur gerade die Frage wo du den Mietwagen während deiner größeren Wanderung am 8. September hast stehen lassen bzw. wie du das da mit dem Mietwagen gemacht hast wenn du gewandert bist?

    Vielen Dank im Voraus für deine Antwort 🙂

    Viele Grüße
    Julia

    1. Hallo Julia,
      Du meinst die Wanderung im Skaftafell Nationalpark. Der Park verfügt über einen großen Campingplatz. Den Wagen kann man, so man denn eine Nacht hier verbringt, in Sichtweite des Zeltes parken. Ansonsten parkt man den Wagen VOR dem Eingang, wo es ebenfalls reichlich Stellplätze für Autos gibt.
      Dann wünsche ich Euch viel Spaß auf Eurer Tour durch Island!
      Achim

      Hier eine entsprechende Ansicht des Campingplatzes auf GoogleMaps:

  5. Hallo Achim, hallo zusammen.

    Wir haben deine Website mit großer Begeisterung vor unserer eigenen Island-Tour erforscht. Großes Lob für die Aufbereitung und die Bilder. Allerdings haben wir uns innerhalb einer Woche nur auf den südlichen Bereich Islands (mit einem Abstecher ins Hochland Hveravellir) konzentriert. 1 Woche für eine Umrundung hielten wir doch für sehr, sehr sportlich. Jetzt im nachhinein würde ich ebenfalls davon abraten, so viel Strecke in 7 Tage zu packen und würde den zukünftigen Islandbesuchern (Erstbesuchern) raten sich eher auf einen Teil Islands zu konzentrieren. Ich denke, dass man dann mehr davon hat. Allein die Südküste zwischen Rekjavik und Höfn ist schon so abwechslungsreich und hat so viele schöne Dinge zu bieten, dass man hier locker zwei Wochen verbringen kann.

    Nichtsdestotrotz danke ich für deine Webseite und zahlreichen Tipps!

    1. Da hast Du natürlich Recht, Sebastian. Das kann ich gut verstehen, dass nicht Jeder bei einem einwöchigen Aufenthalt die Insel umrunden mag. Da ist man schon gut durchgetaktet. Der Süden ist in der Tat ziemlich abwechslungsreich und bietet jede Menge einzigartige Landschaften.

      Schön, dass die Website Euch als Inspirationsquelle gedient hat, um Eure eigene Tour zu planen. Das freut mich.

      🙂

  6. Hallo Achim,
    vielen Dank für deine tollen Bilder und deine Beschreibungen.

    Ich selbst bin gerade auf der Suche nach einer tollen Route zum Reiten. Es werden sehr schöne Routen angeboten, aber wenn man noch nie in Island war, ist es sehr schwierig anhand der sich stapelnden Angebote , das Richtige zu finden.
    Was würdest Du als die landschaftlich abwechslungsreichste Gegend empfehlen?
    Was sollte man auf keinen Fall verpassen?

    Liebe Grüße
    Anja

    1. Hallo Anja,

      oh … puh … das ist schwierig. Skaftafell gefällt mir als Nationalpark am besten, was aber nicht heißt, dass man hier auch gut reiten kann. Offen gesagt weiß ich gar nicht, ob das hier möglich ist. Ein Naturspektakel ist ganz sicher auch die Myvatn-Gegend inkl. Námafjall und Krafla, den Fumarolen, Kratern, Höhlen etc.. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast zur Flora und Fauna am Myvatn, mit seiner vielfältigen Vogelpopulation. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Touren auf dem Pferd auch in der Thingvellir-Region ein schönes Erlebnis sind. Hier ist die Landschaft grüner als im Hochland, wo große Landstriche ja doch sehr wüst und „leer“ sind.

      Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.
      Grüße
      Achim

  7. Hallo Achim,
    sehr schöne Seite. Im August 2015 waren wir auf Island und sind eine ähnliche Route gefahren. Beim Durchstöbern deiner Seite bekommt man durchaus Sehnsüchte 🙂
    Schönen Sonntag dir noch!
    Viele Grüße Steffi

  8. Hallo Achim,

    vielen Dank für Deine spannenden Berichte über Island!!
    Wir verreisen mit unseren beiden Töchtern im September für 10 Tage nach Island. Da wir nicht stressen möchten und auch etwas verweilen wollen, scheint uns eine Rundreise etwas sportlich.
    Nun überlegen wir uns, auf einen Teil zu beschränken. Wäre es möglich der Ringstrasse im Süden bis in den Osten zu fahren und eine andere Route (durchs Hochland, Nationalpark) zu nehmen oder gibt es Abkürzungen der Ringstrasse um die Insel?
    Würdest Du uns eher der Süden oder der Norden empfehlen?

    Herzlichen Dank im Voraus und ein schönes Pfingswochenende!!

    Liebe Grüsse
    Manuela

    1. Hallo Manuela,

      danke für das Kompliment! Das freut mich.
      Eine Verbindung von Ost nach West quer durchs Land gibt es auf Island nicht. Als Alternative zur Ringstraße steht lediglich die F26 zur Verfügung. Das ist allerdings eine Piste (!), die den Norden mit dem Süden durch die Hochebene verbindet und für die man ein Fahrzeug mit entsprechender Bodenfreiheit benötigt. Ich würde diese Tour mit meinen Kindern eher nicht fahren, auch weil sie deutlich weniger Highlights bietet als die Ringstraße.

      Wenn Ihr Euch nicht stressen wollt, würde ich Euch den Südwesten ans Herz legen. Östlich dann etwa bis nach Jökulsarlon und westlich die Halbinsel Reykjanes einschließend. Da habt Ihr jede Menge Highlights dabei. Ich würde diese Tour vielleicht so planen: Erst in Richtung Osten/Jökulsarlon fahren, sodass man die längste Distanz hinter sich bringt, um dann auf der Rücktour sich so viele Orte anzuschauen, wie es die Zeit erlaubt. Eine Wanderung im Skaftafell-Nationalpark sollte meines Erachtens dabei nicht fehlen.

      karte island

      Ich wünsch Euch weiterhin viel Spaß bei der Planung und dann natürlich einen schönen Aufenthalt auf Island!

  9. Hallo Achim,

    coole Website, gute Route, sehr schöne Fotos. Kompliment. Wir haben eine ganz ähnliche Tour vor – auch zur gleichen Zeit. Du hast aber echt Glück mit dem Wetter gehabt. Das macht natürlich sehr viel, wenn nicht so gar alles, aus, wenn man sich die Farben, die (Aus- und Weit-)Sicht und die Unternehmungen bzw. Wanderungen anschaut.

    Hast Du zufällig irgendwie mitbekommen, dass Anfang September eher eine gute Jahreszeit ist? Ich weiß, Auskünfte über das Wetter sind eher schwierig. 😉 Aber bei uns ist ja mittlerweile der Frühherbst auch eine sehr schöne, regenarme Jahreszeit.

    LG
    Chris

    1. Hallo Chris,

      dank Dir! Was die Frage nach dem Wetter anbelangt, so kann ich nur unterstreichen, dass ich die Reisezeit Anfang September als genial empfand. Es gab zwar hier und da bereits Schnee, aber alle Straßen waren frei, sodass ich überall hin kam. Insbesondere die Krafla-Region hat mir im Schnee deutlich besser gefallen als im Sommer, wo die vom Vulkanismus geprägte Landschaft doch zum Teil sehr wüst und karg anmutet. Insofern kann ich diese Reisezeit sehr empfehlen.

      Grüße

  10. Hi Achim,
    Ich würde gerne eine Singlereise nach Island machen. Die einzige wirklich für Singles ausgewiesene Reise die ich gefunden habe, wird von Singlereisen.de angeboten. Sie führt aber hauptsächlich durchs Inland und ich befürchte dann Tage lang durch Geröllfelder zu laufen und ein bißchen depri zu werden. Ein bisschen Kultur scheint nicht dabei zu sein. Die Reise geht 14 Tage und man ist mit Zelt und Gelandebussen unterwegs. Wenn es nur regnen sollte wahrscheinlich mit Zelt nicht so’n Vergnügen..Die Tour gibt es auch als Hüttentour, ist dann aber wahnsinnig teuer…Was tun?;-) Ich habe dann noch eine Gruppenreise „starke Frauen Islands“ im September gefunden. Nicht als Singlereise ausgewiesen- aber vielleicht keine reine Pärchen-Gruppe…Was hälst Du von einer Reise mitte bis Ende September in Gästehäusern? Bereits Schnee? Zu kalt? Zu dunkel?
    Kennst Du Anbieter die Singlereisen Anbieten?

    2. Option ist eine Reise mit meinen Kindern (dann 17 und 18 )im Juli 17
    Ich habe leider max 3000 Euro zur Verfügung und befürchte das wir damit nicht hinkommen.
    Hast Du Erfahrung mit dem Bus der über die Ringstraße fährt? Macht das Sinn oder verpasst man die Hälfte?

    Ganz liebe Grüße
    Conny

    1. Hi Conny,
      die Entscheidungen ob mit Kinder oder ohne, ob alleine oder als Teil einer Reisegruppe, kann ich Dir natürlich nicht abnehmen. Ich kann Dir nur sagen, dass Island ein ideales Reiseziel für Individualreisende ist. Ich selbst bin mit dem Ring-Bus noch nicht unterwegs gewesen, habe aber von anderen Globetrottern nur positives darüber gehört. Überaus beliebt ist in Island – bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen – auch das Mitfahren in anderen Autos. Schau mal auf der Carpooling-Website samferda.net vorbei. Dort finden sich ganz viele Angebote. Oftmals steuern die Fahrer die Hostels direkt an. Bei meinem ersten Aufenthalt bin ich auch viel per Anhalter gefahren. Die vielen liebenswerten Menschen, die ich auf diese Weise kennenlernen durfte, haben mein Eindruck von dieser Insel maßgeblich positiv beeinflusst.

      Ich wünsch Dir jedenfalls viel Spaß bei der weiteren Planung und dann ein tolles Reiseerlebnis im kommenden Sommer!

      Viele Grüße
      Achim

  11. Hi Achim,
    ich bin gerade dabei mit meiner Reisepartnerin dabei eine ca. 2 wöchige Islandrundreise zu planen. Es ist für uns beide das erste Mal auf Island und auch die erste Individualreise 🙂
    Wir wollen im September nach Island, da ja dann schon die großen Touriströme hoffentlich weg sind. Die Grundidee ist, das wir uns irgendwie einen Wagen oder Camper mieten und die Insel erkunden. Was empfielst du ? Alles selber planen oder kann man auf solche „fertigen“ Rundreisen mit Mietwagen zurückgreifen? Muss man im September die Übernachtungen vorher buchen oder kann man das spontan vor Ort erledigen? Und braucht im September schon ein geländegängiges Auto? Du siehst Fragen über Fragen in unseren Köpfen 😀

    Vielen Dank
    Olli

    1. Hi Olli,

      ich antworte Dir mal zwischen den Zeilen.

      Wir wollen im September nach Island, da ja dann schon die großen Touriströme hoffentlich weg sind. Die Grundidee ist, das wir uns irgendwie einen Wagen oder Camper mieten und die Insel erkunden. Was empfielst du? Alles selber planen oder kann man auf solche „fertigen“ Rundreisen mit Mietwagen zurückgreifen?

      Zu Pauschal-Rundreisen kann ich nur sagen, dass ich selbst noch nie eine gemacht habe. Einfach, weil ich wirklich Bock darauf habe, Land, Menschen, Natur und Kultur auf eigene Faust zu erleben, also ungefiltert. Wenn ich einen Ort entdecke, an dem ich gerne länger als geplant/gedacht verbringen möchte, dann geht das nur, wenn man zeitlich (weitestgehend) flexibel ist und nicht bereits um 18:00 Uhr im nächsten Hotel einchecken muss. Diesen Aspekt würde ich an Eurer Stelle mitberücksichtigen.

      Muss man im September die Übernachtungen vorher buchen oder kann man das spontan vor Ort erledigen?

      Ich würde lediglich die erste und vielleicht auch die letzte Unterkunft vorab buchen. Im September solltet Ihr, abgesehen von Reykjavik, keine Probleme haben, ein freies Zimmer oder einen Platz auf einen Zeltplatz zu finden. Insbesondere mit Zelt im Gepäck könnte Ihr da ganz entspannt sein.

      Und braucht im September schon ein geländegängiges Auto?

      Ob Ihr ein geländegängiges Auto benötigt, hängt weniger von der Jahreszeit ab, als vielmehr von den Strecken, die ihr befahren wollt. Wenn Ihr nur auf der Ringstraße unterwegs seid, braucht es kein 4WD. Wenn Ihr hingegen auch Ausflüge ins Landesinnere unternehmen wollt, solltet Ihr unbedingt mit 4WD ausgestattet sein. Da es Euer erster Besuch sein wird, würde ich von Pisten mit Furten eher abraten. Auskunft über Straßenbedingungen bekommt man unter road.is.

      Dann wünsche ich Euch eine gute Zeit!

  12. Hallo Achim,

    ich bin Island-Neuling und werde im Mai 5 „Flittertage“ auf der Insel mit meinem Mann verbringen. Mehr Zeit war leider nicht drin. Wir sind nun am überlegen, ob wir uns für die gesamte Zeit in Reykjavik etwas zum übernachten suchen und von dort aus unsere Touren machen, oder ob eine Rundreise sinnig ist.
    Wie ist deine Einschätzung bei diesem kleinen Zeitfenster? Welche Ausflüge kann man von Reykjavik aus machen? Was dürfen wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen?

    Ich freue mich schon von dir zu hören und werde jetzt etwas weiter stöbern und mich einlesen.

    Vielen Dank für deinen Bericht und die vielen Info’s!!
    Gruß Kerstin

    1. Hi Kerstin,

      eine Inselrundreise kommt bei einem Zeitfenster von 5 Tagen meines Erachtens nicht in Frage. Ihr würdet nahezu die gesamte Zeit im Auto verbringen. Ich würde tatsächlich Reykjavik als „Basislager“ nehmen, um von hier aus Tagestouren zu unternehmen. Für Tagestouren bieten sich der Golden Circle mit den Stationen Thingvellir, Gullfoss, und Geysir an. An einem anderen Tag könntet Ihr euch die beiden Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss anschauen. Ebenso ein lohnenswertes Tagesziel ist die Snæfellsnes-Halbinsel. Vielleicht möchtet Ihr auch die Blaue Lagune besuchen. Ideal zum relaxen/entspannen/flittern. Damit wären vier Tage bereits eingeplant 🙂

      Hoffe ich konnte Euch ein wenig inspirieren.
      Viele Grüße

  13. Hallo Achim,

    vielen Dank für diesen unglaublich schönen und dennoch strukturierten Bericht! Ich plane Ende Mai zwei Wochen alleine nach Island zu fliegen. Da ich keine klassische Route machen möchte, sondern mich mehr auf den Westen konzentrieren will, danke ich dir sehr für die netten Kommentare und Infos. Die sind gerade Gold wert für mich 🙂

    Ich habe einen großen Zwiespalt in mir. Liegt vermutlich daran, dass das meine erste Reise alleine ist. Daher würde ich eine Meinung von dir sehr schätzen. Ich bin am überlegen, ob ich mir ein Auto mieten soll und dann in Jugendherbergen übernachten werde oder ein Camper besser wäre. Gerne würde ich mit dem Bus fahren, aber ich habe Sorge, ob das alles auch klappt, weil ich beim Versuch des Lesens der Verkehrspläne kläglich gescheitert bin. Ich würde gerne nach Borgarnes, Olafsvik, Isafjordhur und Hella. Glaubst du, ich kann mich auf die Verkehrsnetze verlassen? Wäre ein Auto doch sinnhafter? Ist eine Buchung vorab in Hütten oder Hostels notwendig?
    Oder mache ich mir viel zu viel Stress und es ist alles aus Reykjavik planbar. Haupsache ich habe die ersten beiden Nächte dort?

    Ich danke dir schon im Voraus und entschuldige mich, falls ich zu viele Fragen gestellt habe 🙂

    Liebste Grüße,
    Lydia

    1. Hi Lydia,
      danke für die freundlichen Worte.

      Oftmals sind es die Erlebnisse, die sich eben nicht planen lassen, die die Besonderheit einer Reise ausmachen. Etwa die Begegnugnen mit Menchen. Wer viel im Auto unterwegs ist, lernt mit großer Wahrscheinlichkeit weniger Menschen kennen, als wenn er mit Bus, Bahn oder zu Fuß oder mit dem Rad reist. Wenn Du lieber mit dem Bus durch Island reisen möchtest, dann mach das auch.
      Bei meiner ersten Tour durch Island (1999) bin ich ausschließlich per Anhalter gereist. Es gab keinerlei Probleme, sondern eine Vielzahl spannender Begegnungen.

      Die gesamte Reise durchzuplanen, ist nicht nur anstrengend, die Erlebnisse werden dabei rein auf die eigenen Vorstellungen eingegrenzt. Raum für Unerwartetes gibt es dabei wenig. Insofern kann ich Dich nur bestärken, möglichst flexibel zu sein. Meiner Erfahrung nach reicht es meist, am Vormittag bei einer Jugenherberge anzurufen, um noch einen Platz zu bekommen. Und wenn auf einer Strecke kein Bus fährt, könntest Du an Tankstellen Autofahrer fragen, ob sie dich ein Stück mitnehmen können.

      Ich persönlich würde nur die ersten beiden Übernachtungen vorab buchen und dann mal schauen, was einem das Land so bietet und welche Überraschungen auf einen warten 🙂

      Wünsche Dir eine tolle Zeit in Island!

  14. Viele herzlichen Dank!
    Du glaubst gar nicht, wie mich diese Worte bestärken, es so zu machen, wie es mir mein Bauchgefühl sagt. Ich vertraue deinen Berichten und bin jetzt wieder voller Abenteuerlust, weil die Planung wegfällt. Tausend Dank! Ich wünsche dir noch eine gute Zeit und vielen schöne Erlebnisse!

    Liebste Grüße,
    Lydia

  15. Hallo Achim,

    sehr toller Blog!
    Hattest du ein Navi verwendet um die Strecken abzufahren? Oder per Karte?
    Wo geht man am besten einkaufen?

    1. Hallo Julia,
      ein Navi hatte ich nicht dabei. Als Karte hatte mir das „Island Road Atlas Kortabok“ gute Dienste geleistet.

      Was meinst Du mit „am besten einkaufen“? Lebensmittel? Lebensmittel gibt es natürlich in jedem Supermarkt. In abgelegenen Gegenden sind Tankestellen mit kleinen Läden erste Anlaufstelle.

      Viele Grüße

  16. Hallo Achim,
    vielen Dank vorab schonmal für die vielen wertvollen Tipps die du auf deiner Website preisgibst.
    Ich habe überlegt im März nach Island zu fahrem und die Insel mit meiner Freundin per Auto zu erkunden. Was gibt es dabei in Bezug auf die Jahreszeit zu beachten? Wo bekomme ich zuverlässige Infos über Wetter, Gefahren, etc her? Gibt es bspw. Teile deiner Route die im März nicht befahrbar sind?
    Kurz und knapp, wie schaffe ich es Island bestmöglich zu erkunden ohne uns in Lebensgefahr zu begeben? 😉
    Ich freue mich über eine Antwort, viele Grüße

    1. Hallo Fritz,

      besonders hilfreich für die Reiseplanung ist die Website road.is. Hier findest Du jeweils aktuelle Infos zu den Straßenverhältnissen auf Island. Genial ist etwa die Gesamtkarte mit Webcams.
      Du kannst davon ausgehen, dass Teile des Landes im März nicht oder nur eingeschränkt befahrbar sind. Je nach Wetterlage kann auch die Ringstraße abschnittsweise gesperrt sein.

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