Wandern auf den Kapverden

Santo Antão, Kapverden , Quelle: Picotours

Santo Antão, Kapverden

Mitten im Atlantik, etwa 570 Kilometer vor der Küste Afrikas gelegen, befindet sich das Archipel der Kapverden. Vom Massentourismus bislang verschont geblieben, haben sich die Kapverdischen Inseln in den letzten zehn Jahren zunehmend als Winterreiseziel und als eine Alternative zu den Kanaren gemausert. Wassersportler, Wanderer und Naturliebhaber finden am „grünen Kap“ gleichermaßen ihr Inselglück.

Flache Wüstenlandschaften, üppige Vegetation, weiße Sandstrände, archaische Vulkanlandschaften, imposante Berge und spektakuläre Täler – die Inseln des Kapverdischen Archipels sind höchst unterschiedlich. Jede Insel hat ihre Besonderheit, ihren unverwechselbaren Charakter und ihren individuellen Charme. Dies ist sicherlich mit ein Grund dafür, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der Besucher kontinuierlich angestiegen ist.

Im Gegensatz beispielsweise zu den Kanaren, die sich 1.500 km weiter nördlich befinden, liegt der Schwerpunkt bei den Kapverden jedoch klar im Bereich Ecotourismus. Sanfter Tourismus und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Angebote stehen hier an erster Stelle. Demzufolge sind es eher kleinere Anbieter, die sich auf die Vermarktung von Individual- und Gruppenreisen spezialisiert haben. Auch deshalb lebt es sich auf den Kapverden gut. Die ehemalige portugiesische Kolonie zählt heute zu den stabilsten und wohlhabendsten Ländern Afrikas.

Santo Antão, Kapverden

Wer Massentourismus gegen Ursprünglichkeit eintauschen möchte, ist auf den Kapverdischen Inseln am richtigen Ort. Gerade Wanderer und Naturliebhaber kommen auf „Cabo Verde“ auf ihre Kosten. Das ganzjährige Sommerklima mit nur wenig Regentagen und angenehmen Temperaturen machen das Wandern zu einem wahren Vergnügen. Ideal zum Wandern sind insbesondere die bergigen Inseln Santo Antão, São Nicolau und Fogo.

Die Inseln der Kapverden im Kurzprofil

Portugiesische Seefahrer waren im 15. Jahrhundert die ersten, die die Inseln besiedelt haben. Von den insgesamt vierzehn Inseln sind neun bewohnt. Große Hotelanlagen gibt es nur auf Boa Vista und Sal, während es auf den anderen Inseln meist kleine Hotels und Gästehäuser sind. Internationale Flughäfen gibt es auf Sal, Boa Vista, Santiago und São Vicente.

Karte Kapverden
Karte Kapverden

Die „Hauptstadt-Insel“

Santiago: Die größte der Kapverdischen Inseln. Mehr als die Hälfte der knapp 560.000 Kapverdianer lebt hier. Praia, die Hauptstadt der Inselrepublik, ist mit knapp 120.000 Einwohner zudem die größte Stadt der Kapverden. Als erste der Kapverden besiedelt. Die Serra de Malagueta, einer von neun Naturparks der Kapverden, ist teils bewaldet und ein ideales Revier für Bergwanderer und MTB-Fahrer.

Die „Badeinseln“

Boa Vista: Das Meer, nahezu menschenleere, weitläufige Sandstrände und die Sonne sind der große Schatz von Boa Vista. Wer einen Strandurlaub plant oder Tauchgänge unternehmen möchte, ist hier genau richtig. Zwischen Juli und Oktober kommen Meeresschildkröten an den Strand, um ihre Eier abzulegen.

Sal: Die Insel galt lange Zeit als Zentrum des Salzabbaus (daher der Name). Mittlerweile ist Sal eher aufgrund des Weltklasse-Surf-Reviers im Süden der Insel bekannt. An der Südspitze befinden sich fantastische Tauchplätze. Der hier gelegene Ort Santa Maria hat sich zu einem Bade- und Wassersportzentrum entwickelt. Es gibt viele traumhafte Sandstrände.

Maio: Kilometerweite Strände, abgelegene Dörfer, nur per Inlandflug oder mit der Fähre erreichbar – wer es ruhig mag, findet hier eine friedliche Idylle.

Santo Antão, Kapverden
Santo Antão, Kapverden, Quelle: Picotours

Die „Wanderinseln“

Fogo: Insel des Feuers. Mit dem 2.829 Meter hohen Vulkan Pico do Fogo verfügt die viertgrößte Insel über die höchste Erhebung des Archipels. Der „Fogo National Park“ ist der einzige echte Nationalpark der Kapverden. Der letzte Vulkanausbruch ereignete sich im November 2014.

Santo Antão: Die gebirgigste und zugleich grünste der Kapverdischen Inseln. Ein Wanderparadies, das dramatische Vulkanlandschaften und auf der östlichen Hochebene die größten Waldgebiete auf den Kapverden zu bieten hat. Erreichbar mittels täglicher Fährverbindung (von São Vicente).

Brava: Die kleinste und wohl auch die verträumteste bewohnte Insel der Kapverden. Mit der Fähre ab Fogo zu erreichen. Dank tropisch-feuchten Klima gedeihen hier Dattel- und Kokospalmen. Die Vegetation ist, im Kontrast zu einigen anderen Inseln, üppig. Vila da Nova Sintra, gerne als schönste Stadt der Kapverden bezeichnet, ist ein perfekter Ausgangspunkt für ein Dutzend Wanderungen.

São Vicente: Die Insel ist geprägt von der Hafenstadt Mindelo, mit rund 76.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Kapverden. Mindelo gilt Vielen als die kulturelle Hauptstadt der Kapverden. São Pedro, an der Westküste gelegen, ist hingegen klein, dafür ein El Dorado für Windsurfer.

São Nicolau: Vielfältig und touristisch nahezu unberührt. Im Naturpark Monte Gordo finden sich zahlreiche ausnehmend schöne Wanderwege, die weniger anstrengend sind als die auf Santo Antão.

Fontainhas, Santo Antão, Kapverden
Fontainhas, Santo Antão, Kapverden, Quelle: Picotours

Wandern auf Santo Antão

Als grünste und gebirgigste aller Inseln der Kapverden ist Santo Antão eine wahre Perle. Steile Berge, tropische Täler, spektakuläre Vulkanlandschaften und schroffe Küsten machen sie zur Natur-Wanderinsel. Vom einfachen Spazierweg in der Ebene angefangen, über etwas anstrengende Wanderungen auf Maultier­pfaden oder anspruchsvolle Touren im Hochgebirge – auf Santo Antão finden alle Naturliebhaber je nach Geschmack und Fitness das Richtige. Nachfolgend einige Tourenvorschläge.

Tipps für Wanderungen auf Santo Antão

Valle de Paúl: Wandern im „Cova-Ribeira da Torre-Paul Natural Park“. Vom Kraterrand genießt man eine spektakuläre Aussicht ins Tal

Ponta do Sol nach Chã de Igreja: Küstenwanderung, deren Wege zum Teil direkt in die Berge geschlagen wurden. Traumhafte Ausblicke aufs Meer, steilen Klippen und die umliegende Bergwelt. Das Dörfchen Fontainhas (siehe Abb. oben) ist das meistfotografierte Motiv der Kapverden.

Ribeira Grande nach Xôxô: Durch die malerische „Ribeira da Torre“. Bizarre Felsformationen und ein Wasserfall (nur in der Regenzeit wasserführend!) gehören zu den Highlights.

Ribeira Grande nach Sinagoga: Entlang der Küste nach Sinagoga, wo das Meer natürliche Swimming-Pools in den Felsen gegraben hat. Hier bietet sich auf Santo Antão, das nicht wirklich für schöne Sandstrände bekannt ist, eine der wenigen Möglichkeiten im Meer zu baden.

Leuchtturm, Farol de Fontes Pereira de Melo
Leuchtturm Santo Antão, Kapverden, Quelle: Picotours

Ein Reiseanbieter, der sich auf geführte Gruppenreisen sowie Individualreisen auf die Kapverden spezialisiert hat, ist picotours. Im Jahre 2008 als inhabergeführtes Reiseunternehmen mit Sitz in Freiburg gegründet bietet picotours unter Individualreise Kapverden ein großes Angebot an Rundreisen auf mehrere Kapverdische Inseln. Leitidee von picotours ist es, nachhaltige Urlaubserlebnisse zu bieten und die Gäste in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.

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