Von der Überschreitung des Blaubergkamms heißt es, sie gehöre zu den schönsten Touren, die es in den Voralpen gebe. Ich wollte mich selbst davon überzeugen und habe diese Tour, die ein gutes Stück auf der deutsch-österreichischen Grenze verläuft, Anfang September unternommen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: die Wanderung ist in der Tat abwechslungsreich und bietet herrliche Ausblicke auf die Voralpen. Während weite Teile der Wanderung über offenes Gelände verlaufen, bekommt man es in einigen Passagen mit einem ausgesetzten Weg zu tun.
Bergwanderer, die diese Tour unternehmen möchten, sollten also über Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und ausreichend Kondition verfügen. Denn je nach individuellem Tempo ist man zwischen etwa 7 und 9 Stunden unterwegs.
Höhenprofil
Tourdaten
Klassifizierung nach SAC-Wanderskala: T3, anspruchsvoll
Gehzeit gesamt: 7 3/4 Stunden
Parkplatz Siebenhütten – Siebenhütten: 1/2 Stunde
Aufstieg von Siebenhütten durch die Wolfsschlucht zur Blaubergalm: 1 1/2 Stunden
Blaubergalm bis Halserspitze / Überschreitung des Blaubergkamms: 2 3/4 Stunden
Abstieg Halserspitze bis Wanderparkplatz Siebenhütten: 3 Stunden
Strecke: 16,1km
Aufstieg Höhenmeter: 1.205m
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Siebenhütten (gebührenpflichtig, 3 € pro Tag)
Die GPX-Daten der Tour stehen hier als Download bereit.
Die Wanderung
Nur wenige Minuten nach Start vom Wanderparkplatz Siebenhütten ist der Gebirgsbach Hofbauernweißach erreicht. Schneller kommt man auf dem Wirtschaftsweg voran, der parallel verläuft. Ich bleibe jedoch lieber in der Nähe des Flußlaufs und überquere über Steine springend und im Zickzacklauf den Bach.
Nach 30 Minuten erreiche ich Siebenhütten.
Es folgt ein kräftezehrender Aufstieg auf zum Teil steil abfallenden Wegen durch die Wolfsschlucht.
An mehreren Stellen erleichtern Drahtseile den Aufstieg. Trekking-Stöcke sind in diesen Passagen eher hinderlich; im weiteren Verlauf sind sie hingegen sehr hilfreich, insbesondere beim späteren Abstieg von der Halserspitze.
Nach zwei Stunden erreiche ich die Blaubergalm. Zur Blaubergalm-Hütte führt ein Stichweg. Ich folge jedoch dem Wegweiser in Richtung Halserspitze.
Nach einer 20-minütigen Pause geht es über Wiesen und offenem Gelände hinauf in Richtung Blaubergschneid.
Oben auf dem Grat genieße ich bei bestem Spätsommerwetter in alle Richtungen einen herrlichen Ausblick. Weiter hinten taucht bereits die Halserspitze auf. Bevor der höchste Punkt der Wanderung erreicht ist, geht es allerdings noch einige Male bergab und wieder bergauf.
3 Stunden und 45 Minuten nach Aufbruch ist die Halserspitze (1.862m) erreicht.
Nach einer 30-minütigen Rast am Gipfel mache ich mich auf den Rückweg. Die ersten 20 Minuten des Abstiegs sind zum Teil sehr steil. Circa 200 Meter unterhalb des Gipfels befindet sich eine Felsenkluft.
Über einen Bergrücken laufe ich weiter in Richtung Siebenhütten. Immer wieder bieten sich schöne Ausblicke in die umliegende Bergwelt.
Nach einem abwechslungsreichen und erlebnisreichen Tag schließt sich am Hofbauernweißach am frühen Abend der Kreis. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz.
Bildergalerie
Alle Daten zur Tour:



















































