Wanderung zum Kjeragbolten (mit Hund)

Die Wanderung zum Kjeragbolten zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Süden Norwegens. Wer auf dem in einer Felsspalte eingeklemmten Monolith stehen möchte, sollte schwindelfrei sein. Während unserer diesjährigen Norwegenreise haben wir den kleinen Sprung auf den Kjeragbolten erfolgreich gemeistert. Ein Tourbericht.

Startpunkt ist der große Kjerag Parkplatz oberhalb von Lysebotn. Kostenpunkt 300 Euro pro PKW. Der Parkplatz ist gut besucht, der Andrang entspricht jedoch bei weitem nicht dem Umfang, wie wir es während unserer Wanderung zum Preikestolen erlebt haben.

Auf GoogleMaps ist zu sehen, wie etwas weiter oberhalb entlang der Straße einige Autos parken. Das allerdings ist NICHT mehr möglich. Mittlerweile stehen an diese Stelle Parkverbotsschilder und es wurde ein Steinwall errichtet, der das bisherige kostenfreie Abstellen von Auto unmöglich macht.

Der Weg zum Kjeragbolten beschreibt ein ziemliches Auf und Ab. Zwei Senken sind zu durchwandern – macht bei gleichem Rückweg vier. Während der Passage über das Hochplateau, man bedenke die Höhenlage von knapp 1.000 Metern über Meeresspiegel, ist mit kräftigem, zum Teil starken Wind zu rechnen. Entsprechende Jacken sind also auch im Sommer mitzuführen, gegebenenfalls auch Mützen und Handschuhe. Wir hatten bei unserer Tour Mitte August bei 19 Grad Außentemperatur und leicht bewölktem Himmel bestes Wetter zum Kraxeln.

Kjeragbolten, Foto: Schaffrinna

Infos für Hundehalter

Während unserer knapp 6-stündigen Wanderung sind uns ca. fünf, sechs Hunde begegnet. Einige Norweger lassen den Hund ohne Leine laufen, sodass sie sich ihren eigenen Weg über die zum Teil sehr steilen Felshänge suchen können. Wir haben unseren Hund jedoch permanent angeleint gehabt, vor allem deshalb, um so allzu große Sprünge zu unterbinden. Für die Füße des Hundes ist eine so lange Wanderung über teilweise scharfkantiges, felsiges Terrain eine große Belastung. Dies sollte man als Hundehalter im Blick haben. Unsere knapp 20 Kilo schwere Hundedame hat die Tour bravourös gemeistert. Keine wunde Pfoten 🙂

Weitere Hinweise

Die kräftezehrende Wanderung setzt Fitness und Trittsicherheit voraus. Bei feuchter Wetterlage bzw. bei Niederschlag werden die zum Teil steilen Felshänge sehr sehr rutschig. Selbst als geübter Wanderer rutscht man hier aus. Die schwierigsten Passagen sind mit einer Stahlkette versichert.

Schuhe mit sehr gutem festem Profil sind unabdingbar. Da die anspruchsvollsten Abschnitte entlang einer Stahlkette gemeistert werden, scheinen mir Wanderstöcke wenig sinnvoll. Wir haben darauf verzichtet diese mitzunehmen.

Fotogalerie

Die Tour auf Outdooractive

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