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Torres del Paine

Chile & Argentinien Reisebericht

Kein anderes Wort hatte vor meiner Reise soviel Faszination ausgelöst, wie der Name "PATAGONIEN". Nach den 2 Monaten in Chile und Argentinien und der Reise zur südlichsten Stadt der Welt ist nichts von dieser Faszination gewichen.

Von Santiago de Chile in Richtung Süden

Grey GletscherDen Flug von LA nach Santiago habe ich dann ersteinmal verpaßt, weil ich die Flugnummer mit der Uhrzeit verwechselt habe!(lacht nur) 24 Stunden später bin ich dann doch noch in Santiago de Chile angekommen. Alles was mir von dieser Stadt in Erinnerung geblieben ist, ist Tanzen, Merenge, Cerveza, Amigos und Chicas! Eine fabelhafte Stadt zum feiern. Eine gute Adresse um nette Leute kennenzulernen ist die offizielle Jugendherberge im Stadtviertel (Barrio) Brasil, Cienfuegos 151. Nichteinmal die fast 7000 Meter hohen Anden um Santiago herum konnten mich tagsüber beeindrucken. Wer sich nicht die Nächte um die Ohren hauen will dem bieten sich reichlich Möglichkeiten in Santiagos Umland, so z.B. die "Termas de Colina".

Vulcano LaninJede Party geht irgendwann mal zu Ende, bei mir war´s nach einer Woche. Nach zögerlichem Versuch Chiles Norden zu entdecken habe ich mich entschlossen direkt Richtung Süden zu fahren. Nach 9 Stunden im Zug (ca.8 EUR!) bin ich in Concepcion angekommen. (Keine Beschreibung ist auch eine)

Torres del PaineVon dort aus bin ich dann das erste mal per Anhalter gereist. Klappt auch prima hier in Chile, nur die Konversation reduziert sich bei mir auf den Wortschatz eines 2-Jährigen und auch das ist noch übertrieben. Aber es macht Spaß, die Leute sind sehr nett und offen. So bin ich dann ein paar Tage über kleine Dörfer gezogen und habe dabei wunderschöne hügelige Landschaften durchquert, die machmal an die Toscana oder mal an das Bergische Land erinnern. Der Unterschied allerdings liegt in seiner Ursprünglichkeit. Man findet hier viel weniger Häuser oder Anzeichen von Besiedelung.

Frühling in Chile

Wanderung Cerro LopezIch hätte mir keine bessere Jahreszeit aussuchen können, denn der Frühling(primavera) ist einfach traumhaft hier. Ganze Felder blühen in Gelb, Lila oder Weiß vor lauter Gänseblümchen. An den Strassen oder an den Seeufern blüht der Ginster(retama) in nicht zu überbietendem Gelb. Und der "Kleine Gartenfreund" in mir erfreut sich außerdem an den bunten Lupinen(lupinos) und an Fingerhut und Rhododendron.

Über Pucon nach Patagonien

PuyehueFür Pucon, dem Mekka für Abenteurer aus aller Welt sollte man reichlich Zeit mitbringen. Ich rate euch mind. 3-4 Tage dort zu bleiben! Am Fusse des Vulkan Villarica ist diese Stadt mir echt ans Herz gewachsen. Geplant waren 2 oder 3 Nächte dort. Es wurden gut 2 Wochen, in denen ich soviele Leute von überall kennengelernt habe, dass ich von dieser Stadt und seinen Menschen nicht mehr los kam. Ich bekam hier einen Eindruck, wie "Leben" in Chile aussehen kann.

PuyehueVon Pucon aus habe ich einen ersten Abstecher nach Argentinien gemacht. Die 5 stündige Fahrt durch die wilde patagonische Landschaft war wirklich beeindruckend. Noch beeindruckender war eine Wanderung hinauf auf einen Berg namens "Cerro Lopez" (360Grad QTVR-Bild). 2200 Meter hoch oben in den Anden und einen Ausblick, der schöner nicht sein kann. Bariloche eignet sich hervorragend als Basis für Touren dieser Art und auch hier rate ich 3-4 Tage einzuplanen.


Der besondere Tip!
Der Vulkan Lanin liegt direkt auf der Strecke nach Argentinien. Wenn ich mir einen Vorwurf auf der gesamten Reise gemacht habe, dann ist es der, nicht auf den Gipfel geklettert zu sein. Der Bus macht hier an der Grenze halt und der Wanderweg beginnt direkt an der Grenzstation. Also für euch Wanderburschen und -mädels: schon in Pucon die Lebensmittel einkaufen, die man für 2-3 Tage braucht und nichts wie rauf auf den vielleicht schönsten Vulkan in Chile.


Wieder in Chile. Osorno hat, aus welchem Grund auch immer, die besten Supermärkte in Chile. 3 riesige Hallen im "amerikanischen" Stil machen sich gegenseitig Konkurrenz und sind optimal, um für längere Wanderungen einzukaufen. Von hier aus ging es 4 Tage in den "Parc National Park Puyehue" . Herzstück des Parks ist der 2216 Meter hohe Vulkan Puyehue, den ich erklommen habe. Die Gegend um den Vulkan ist einzigartig. Nicht nur weil die Landschaft alle Merkmale thermischer Energie vorweisen kann(Geysire, heiße Quellen, Schwefelgeruch, u.a.) sondern weil das Plateau im Hinterland die Form von Dünen annimmt. Stellt Euch jetzt diese hunderten von Dünen gesäumt von Schneefeldern vor - ich habe in Chile noch keinen schöneren Ort gesehen. Vielleicht auch weil diese karge Gegend mich an Island erinnert hat, wovon ich immernoch schwärme.