Schlagwort-Archiv: USA

Beste Reisezeit Alaska und Westkanada

Günstig: Juni bis September. Tagestemperaturen um 25°C. Einzigartige Herbstlandschaften ab September. Ferienhochsaison und Moskitozeit im Juli/August. Regenfälle (vor allem an der Küste) und Kälteeinbrüche jederzeit möglich. Schneefälle bereits ab September möglich. Labour Day bezeichnet das Ende der Tourismussaison in Alaska.

Weniger günstig: Oktober bis Mai. Schneereiche, kalte Winter. –30°C, kurze Tage. Zu Winterbeginn nasskalt, Eisregen. Januar bis März gut für Skifahren, Skitouren in der Wildnis.

Beste Reisezeit Hawaii

Günstig:Grundsätzlich ganzjährig angenehme Temperaturen: 20–30°C.

Weniger günstig:Obwohl das Winterhalbjahr nur leicht kühler ist als der Sommer (aber mehr Bewölkung hat), bringen die Weihnachtsferien und danach die Semesterferien viele Touristen, hohe Preise. Auch im Juli und August kommen sehr viele Sommerurlauber.

Relativ wenig Niederschlage gibt es in den Monaten Mai bis Oktober. Feucht wird es im Winter zwischen November und April.

Beste Reisezeit USA

Osten

Günstig: Mai/Juni und September/Oktober für New York, Chicago usw.; Juni bis September für die Neuengland-Staaten; Dezember bis Mitte April für Florida und die Südstaaten (20–25°C trotz Winterhalbjahr).

Weniger günstig: Juni bis August für New York, Chicago usw. (schwül, über 30°C); November bis April für New York, Chicago, Neuengland-Staaten usw. (kalt, Regen/Schnee); Mai bis Oktober für Florida und die Stüdstaaten (sehr schwül, über 35°C, Regen, Stürme).

Westen

Günstig: Frühling bis Herbst. Für das südliche Landesinnere (Arizona, New Mexico, Utah, Nevada usw.) eher Frühling und Herbst. Für die nördlichen Staaten des Westens Frühsommer bis Herbst.

Weniger günstig: Juni bis Mitte September für Südkalifornien und das südliche Landesinnere (heiß); Mitte Oktober bis März für die nördliche Westküste (Regen, bewölkt, stürmisch, feuchtkühl) und das nördliche Landesinnere (kalt, Schnee, strenge Winter).

USA (3) – Der Südwesten

Boulder Mountain, Dixie National Forest

USA (3) – Der Südwesten

Unvergleichlich schön: Die Natur im Südwesten der USA lässt sich ohne Superlative zu verwenden schwer beschreiben. Schon die große Anzahl an Nationalparks zeugt vom Reichtum der Natur.

Städte und Nationalparks

Arches National ParkNachdem ich meinen Magen mit ein paar Cheeseburgern aufgefüllt hatte und meinem Wagen ein paar Liter Öl gönnte, gings weiter in den Süden, um weitere Nationalparks zu erkunden. Darunter der Arches National Park, der durch Wasser und Wind entstandene Felsbögen vorzuweisen hat und in einer Sinfonie von Backsteinrot erstrahlt. Für mich eine der eindrucksvollsten Landstriche, die es überhaupt gibt.

Bryce National ParkEbenfalls bizarr ist der Bryce Canyon National Park. Vor allem ein Besuch am Abend oder in den späten Nachmittagsstunden ist zu empfehlen. Dann nämlich leuchtet der Feld in intensivem Backsteinrot. Ich hatte mein Zelt hier an einer Klippe aufgestellt und konnte so Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verfolgen. Wunderschön!

coral-duneSehenswert ist der kleine Park mit der folgenden langen Bezeichnung „Coral Pink Sand Dunes State Park“. Das besondere ist die wüsten-ähnliche Landschaft. Wenn man ganz oben auf einer Düne steht, fragt man sich, wo nur all der ganze Sand eigentlich herkommt. Auf Schautafeln in der Anlage erhält man die Antwort: vom Grand Canyon! Ein stetiger Südwest-Wind transportiert das staubige Material aus der näheren und weiter entfernten Umgebung hierher, wo es sich in den Dünen ablagert. Die Farbe des Sandes ist einzigartig. Ich habe mir als Mitbringsel einen kleinen Haufen mitgenommen. Leider hat sich der Park in den vergangenen Jahren – das musste ich bei einer späteren Reise erfahren – zu einer Art Freizeitpark für Quad-Fahrer entwickelt. Tag ein Tag aus dröhnen hier nun die Motoren. Daher muss ich meine Empfehlung für diesen Park ausdrücklich revidieren, was ich sehr bedauere.

Indian Summer im SüdwestenDen Grand Canyon habe ich von seinem Nordrand aus besucht, wobei ich sagen muss, dass es Landschaften gibt, die mich wesentlich mehr beeindruckt haben als diese wüste, kantige Schlucht. Einzig der Sonnenuntergang vermag diesem Ort seinen Zauber zu entlocken. Für das relativ nüchterne Votum verantwortlich sich sicherlich auch die Heerscharen an Autotouristen, die sich hier tummeln: Aussteigen, Foto schießen und schnell wieder zurück ins Auto! Bloß nicht zu viel bewegen. Eine Art des Reisens, die ich schwer nachvollziehen kann.

Von Las Vegas nach San Francisco

Las Vegas Las Vegas. Jeder hat schon mal Bilder von hier gesehen und kennt ein paar Geschichten. Aber wenn man einmal hier war, werden alle Erwartungen übertroffen. Tagsüber ist diese Stadt mitten in der Wüste von Nevada staubig und heiß aber nachts… Nachts blüht sie auf und funkelt und glänzt in allen Neonfarben und beeindruckt seine Gäste. Ich kam mir vor, wie in Disneyland nur das alles viel billiger ist. Beispiel: Buffet, essen soviel man will (bis mir schlecht wurde) für 10 $. Ein Bier im Casino 1,5 $. Und so weiter…

Dann bin ich mit dem Wagen, nachdem es mir missglückt war ihn in Las Vegas loszuwerden, die kalifornische Pazifikküste Richtung San Francisco hochgefahren, was ich auf keinen Fall bereue.

Yosemite BaumrieseIn San Francisco habe ich 4 Nächte verbracht. Die Stadt hat zweifelsfrei ihre Qualitäten, allerdings traf ich in keiner anderen US-Metropole auf derart viele „homeless people“ wie hier. Sie und der Müll, den man an sehr vielen Stellen sieht, kratzen doch stark an dem Image der „europäischsten Stadt Amerikas“, einen Titel, den sie sich vielleicht mit Boston teilt. Was für ein Kontrast zur klinischen Sauberkeit von Salt Lake City. Nun ja. Mit dem Mustang die Straßen rauf und runter zu fahren, und das ist in  San Francisco ob des hügeligen Terrains wörtlich zu nehmen, ist schon ein verdammt cooles Gefühl.

Yosemite Nationalpark

yosemiteZum Abschluss meiner USA-Reise ging es nochmal landeinwärts zum Yosemite Nationalpark (hier eine Panoramaaufnahme vom Yosemite Park. 3 Tage sind allerdings viel zu kurz, um den ganzen Park kennenzulernen. Man kann hervorragende Wanderungen im Tal oder hinauf in die Berge machen. Auch wenn Scharen von „Natursuchenden“ den Park mit Autos bevölkern, findet man immer einen Pfad, der nicht ganz so ausgetrampelt ist.

MustangIn Los Angeles habe ich schließlich doch noch den Ford Mustang verkauft bekommen, und zwar am Abflugtag! Gerade einmal 250 Dollar habe ich hierfür noch bekommen. Was solls. Für 1.000 Dollar kann man in den USA für die Dauer von 7 Wochen kein Auto mieten, insofern hat sich die Investition gerechnet. Ganz wichtig für alle, die vorhaben, in den USA ein Auto zu kaufen: Wer einen Wagen in den USA kaufen möchte, der benötigt unbedingt den Fahrzeugbrief (engl. „title“). Ohne diesen wird man das Fahrzeug nicht mehr los. Siehe hierzu auch Autokauf in den USA.

Achtung Moose!

Eine kleine Story noch zum Schmunzeln. Bei einer Wanderung im Grand Teton Nationalpark habe ich jede Menge „Moose“ (Elche) zu Gesicht bekommen, aus direkter Nähe. Eine Gruppe von ihnen lag an einer Stelle mitten auf dem Weg. Von vielen Touren in der Wildnis wähnte ich mich im Umgang mit dem Wildtier weitestgehend versiert. Ich ging also langsam und unbeirrt weiter, worauf sich zwei Kühe und der Bulle erhoben und langsam den Rückwärtsmarsch antraten. Als ich seitlich an ihnen vorbei ging, bemerkte ich, dass der Bulle mich ziemlich grimmig anstarrte und seinen Kopf senkte. Dann ging alles sehr schnell. Der Bulle startete einen Angriff. Ich hingegen nahm die Beine in die Hand, was mit einem 15 Kilo-Rucksack leichter gesagt als getan ist. Auf dem Fluchtweg trat ich auf einen Ast. Offenbar verwirrt ob dieses Geräusches ließ der Bulle von mir ab. Ich kam mit einem Schreck davon. Seitdem halte ich mehr Abstand, wenn ich einen Elch entdecke.

Kurzinfo USA

(meine Tour)
Reisezeit September – Mitte Oktober
Temperaturskala Nachts 15 bis -10 Grad,
Tag 10 bis 30 Grad
Reisedauer 2 Monate, genug Zeit um gemütlich von Küste zu Küste zu fahren
Verlauf 7800 Meilen per Auto von Ost nach West
Empfehlung Arches National Park, Yellowstone National Park, Las Vegas
Preisniveau hoch
Hostel = ca.15 – 25 Dollar (New York mind. doppelt soviel!)
Cheesburger = 49 Cent
1 Gallone Sprit = 1,30 – 1,80 Dollar
Reiselandwertung

Zwei weitere Reiseberichte von mir:
Wandern im Südwesten der USA
Kalifornien im Oktober

USA (2) – Mittlerer Westen

Yellowstone Nationalpark – Höhepunkt im Mittleren Westen

USA (2) – Mittlerer Westen

Der Mustang rollt immer noch. Von der Ostküste geht es in den mittleren Westen mit dem Yellow Stone Nationalpark als Ziel.

Sleeping Bear DuneEs ging weiter nach Westen, wo ich als Fernziel Chicago ins Auge genommen habe. Unterwegs habe ich halt bei dem sogenannten „Sleeping Bear Provincial Park“ gemacht. Hier findet man ein bis zu 300 Meter hohe Düne vor, die zur Seeseite ( Lake Michigan ) stark abfällt. Wenn man oben an der Klippe sitzt und die Sonne am Horizont verschwinden sieht, fällt es einem schwer zu glauben, dass dies „nur“ ein See und kein Meer ist. Er wirkt einfach unendlich groß.

chicagoChicago empfand ich als schön, aber auch als sehr stressig. Nach hartem Kampf hatte ich es geschafft, den Wagen durch den Samstagsnachmittagsverkehr genau bis zur Jugendherberge mitten in Downtown zu fahren. Dort angelangt musste ich allerdings feststellen, dass das College-Gebäude nur während der Sommermonate als Jugendherberge fungiert und exakt an diesem Wochenende wieder das Semester angefangen hatte. Was also tun.

Ich habe den Wagen irgendwo in Downtown ziemlich wild geparkt und mich dann auf die Suche nach einem Visitor Center gemacht. Einen normalen Parkplatz zu finden ist schier unmöglich. An einem Parkhaus habe ich gesehen, dass man dort einen Parkplatz für umgerechnet 25.000 EUR kaufen kann. Für das Geld kriegt man in Kanada ein eigenes Haus mit 800 qm Grundstück. Jedenfalls habe ich dann noch eine andere Bleibe für zwei Nächte gefunden. Die Stadt ist, was die Hochhaus-Architektur betrifft, mit Sicherheit eine der interessantesten Städte der Welt. Man findet hier hervorragende Bauten aus den verschiedenen Jahrzehnten. Und Downtown ist wirklich schön. Gelegen am Lake Michigan, der groß wie ein Meer erscheint, ist Chicago eine Metropole mit maritimen Flair.

Unterwegs in North und South Dakota

MississippiVon Chicago ging es dann einige Hundert Meilen durch die „Pampa“. Weizenfelder und Mais und Weizenfelder und Mais… und so weiter. Monotoner könnte die Fahrt im Auto nicht sein als auf den Highways in Iowa. Einzig die Fahrt entlang des Mississippis erfreute das Auge. Nach einem ziemlich langen Ritt bin ich dann in der Gegend um Mount Rushmore angekommen. Dieses Nationale Monument dürften viele aus dem Hitchcock Streifen „Der unsichtbare Dritte“ (org. „North by Northwest“) kennen.

Mount-RushmoreHier sind die vier amerikanischen Präsidenten Roosevelt, Lincoln, Jefferson und Washington in Stein gemeißelt. Man bekommt an diesem Ort unweigerlich den Eindruck, dass die Amerikaner unglaublich stolz auf sich selbst sind. So stolz, wie vielleicht kein zweites Volk. Deswegen auch dieses riesige Monument.

Custer State Park Die Gegend hier um Mount Rushmore heißt „Black Hills“ und ist sehr hügelig und abwechslungsreich. Besonders der nahegelegene aber recht unbekannte „Custer State Park“ hat es mir angetan. Hier wurden all meine Western- und Indianer-Kindheitsphantasien Wirklichkeit. Der Park ist unglaublich schön und man kann viele Wanderungen unternehmen, bei denen man sogar Büffel zu Gesicht bekommt. Circa 600 Bisons bevölkern den Park. Außerdem gibt es jede Menge Rotwild und Präriehunde (oder Erdmännchen).

Devils TowerDie Luft ist erfüllt von dem Duft nach Beifuß und die Farben der gelben Graslandschaft kommt beim Sonnenuntergang erst recht zur Geltung. Weiterer Höhepunkt in dieser Gegend ist der „Devils Tower“, Amerikas erstes Nationales Monument gegründet 1906 von Roosvelt. Insgesamt war ich 5-6 Tage in dieser wenig bewohnten und wunderschönen Landschaft unterwegs.

Bizarr und unvergleichlich – Yellowstone

YellowstoneDie nächste Station ist eine meiner Hauptziele in den USA gewesen, der Yellowstone National Park. Besonders interessant fand ich die vulkanischen Gebiete mit denen in Island zu vergleichen. Mein Eindruck dabei ist, dass man Vulkane, blubbernde Löcher und heiße Quellen eher in Island erwarten würde aber nicht mitten im Wald oder direkt an einem See. Aber genauso sieht es hier aus.

YellowstoneBei Außentemperaturen von bis zu 10 Grad minus, die ich erleben durfte, scheint der ganze Wald zu dampfen. Die Farben der Algen, die rund um die heißen Quellen angesiedelt sind, leuchten in allen erdenklichen Tönen. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass die Farben in den sogenannten „Pools“, mit Namen wie „Green Dragon“ oder „Abyss Spring“, von Indigo Blau bis Türkis variieren. Jeder, der die USA besucht, sollte diesen Park gesehen haben!

YellowstoneNach einigen klirrendkalten Nächten im Zelt hatte ich wieder einmal richtig Lust in einem Bett zu schlafen, was ich dann auch in Salt Lake City tat. Die Stadt der Mormonen hat mit Abstand die bestausgestattete Universitäts-Bibliothek, die ich je gesehen habe. Computer zur freien Verfügung für Besucher an jeder Ecke. Auch sonst überzeugt die Stadt durch ihre fast schon klinische Sauberkeit – fast erschreckend sauber für amerikanische Verhältnisse. Aber nicht die Stadt vielmehr die Landschaft hier um Salt Lake City ist wirklich sehenswert.

USA – Coast to Coast

USA Reisebericht – Im Mustang Coast to Coast

USA – Coast to Coast

7.800 Meilen mit einem Ford Mustang „Coast to Coast“. Zwei Monate Zeit, das Land und seine Menschen zwischen den Atlantik- und Pazifikküsten kennenzulernen.

manhattanAn diesem Sonntag scheint die Sonne und es ist mit 21 Grad angenehm warm. Mein orange leuchtender Ford Mustang Baujahr 1981 steht draußen vor der Tür und wartet darauf, dass ich mit ihm weiter Richtung Westen fahre. Nachdem ich auf Island ausschließlich per Anhalter unterwegs gewesen bin und damit steht auf die Mitnahme Anderer angewiesen bin, ist mit dem eigenen Fahrzug ein völlig neues Reisen möglich. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mich über die Mobilität freuen oder den Verlust der Flexibilität beklagen soll. Aber der Reihe nach. Ersteinmal werde ich berichten, wie ich den Sprung von Island nach New York erlebt habe, denn überlebt habe ich ihn ja offensichtlich.

„Das Leben ist schön“ – in Manhattan

Um direkt mit dem Höhepunkt meines New-York-Aufenthalts zu beginnen. Wenn man mitten in Manhattan in einem kleinem Park mit 5.000 anderen Menschen Roberto Begninis Film „Das Leben ist schön“ in der Weltpremiere in englischer Fassung gratis als Open-Air verfolgen kann, die Sonne geht gerade unter und von den Wolkenkratzern drumherum sieht man nur noch die Bürolichter, dann kann man gar nicht anders, als sich in diese Stadt zu verlieben. Wirklich wahr. In diesem Moment habe ich mich in diese Stadt mit all seinen hektischen Menschen und dem ständigen Lärm verliebt.

Central ParkDieses scheinbare Chaos funktioniert aber irgendwie und jeder hat einen Weg gefunden zurechtzukommen. Zum Beispiel die vielen Tausend Taxifahrer (es gibt ca.14.000 Caps ) oder die unzähligen kleinen Straßenverkäufer, die Hot Dogs oder eisgekühlte Cola verkaufen. Der Kontrast zu Island hätte nicht größer ausfallen können! Alles bewegt sich schneller. Ich hatte große Mühe dem Tempo in der Metro und auf den Straßen mitzuhalten. Keiner hat Zeit. Zeit ist Geld. In Island hatte Zeit eine völlig andere Dimension. Einem Kulturschock glich zudem der Umstand, dass Islands Landschaft von seiner scheinbar nicht enden wollenden Weite geprägt ist, Manhattan jedoch von der vertikalen Ausprägung seiner Wolkenkratzer bestimmt ist. Einen größeren Kontrast kann ich mir kaum vorstellen.

Streckenverlauf – Coast to Coast

Unterwegs in Manhattan

Ich habe mir ersteinmal eine „Metro-Card“ für 17 $ kauft. Mit der Karte, die 1999 eingeführt wurde, kann man alle Busse und U-Bahnen für eine Woche benutzen. Über Jahrzente lang mussten New Yorker und Besucher mit Münzen zahlen. Gute Erfindung. Ich habe die Karte insgesamt 5 Tage lang genutzt. Natürlich musste ich auch erst einmal die Orte aufsuchen, die man als Touri hier sehen sollte.

manhattanIch war auf dem Empire State Building – habe dort allerdings nicht die Liebe meines Lebens vorgefunden, wie Tom Hanks, der Meg Ryan dort im Film „Schlaflos in Seattle“ geküßt hat – sondern nur eine wunderschöne Aussicht auf ganz Manhatten. Ich war in der New Yorker Stock Exchange – der Börse – im Central Park, im Metropolitain Museum und habe mir eine Hafenrundfahrt gegönnt. Sehr tourimäßig, ich weiß. Musste aber sein! Nach 5 Tagen Sightseeing und nach all dem Stress war ich schließlich reif für etwas Entspannung.

Mit dem Zug Richtung Norden

Nach 3 Stunden Warten am Bahnhof (aufgrund starken Regens waren einige Strecken gesperrt und nichts ging mehr) konnte ich dann doch einen Zug in Richtung Amherst (Massachussets) nehmen, wo mich Amanda, die ich von ihrem Austauschbesuch in Deutschland her kenne, in Empfang genommen hat. Bei ihr habe ich die nächsten Tage verbracht. Sie hat mir die Küsten von Rhode Island, Massachussets, Conneticut und auch die Großstadt Boston gezeigt. Boston ist klasse. Nicht so stressig wie New York und mit nettem europäischen Flair. Geplant war eigentlich, dass ich von Boston aus nach 5 Tagen, die ich in Amherst verbracht hatte, weiterreise. Allerdings waren alle Hostels für Tage ausgebucht und ich hatte natürlich nicht reserviert. So kam alles ganz anders…

Autokauf in den USA – Ein (kleines) Abenteuer

mustangIch bin wieder zurück nach Amherst gefahren. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mir einen Wagen zu kaufen. Der Pessimist und Realist in mir sagte: Du wirst nur Ärger mit dem Wagen haben und außerdem ist er viel zu teuer. Der Optimist und Entdecker aber sagte: Das wird schon klappen und außerdem, Carpe diem. Also habe ich alle Händler in der näheren Umgebung abgegrast und mich dann endlich für einen Mustang entschieden. Die Formalitäten waren sehr schnell erledigt, also Auto kaufen (1.200 $), Versicherung abschliessen (ca.200 $ ) und zuletzt den Wagen anmelden und die Nummernschilder besorgen (115 $). Alles zusammen hat keine 2 Stunden gedauert.

Weitere Infos in Sachen Autokauf siehe Kommentar.

Es kam aber natürlich wie es kommen musste. Direkt am zweiten Tag ist die Kiste liegen geblieben. Der Wagen wurde zurück zum Händler nach Amherst geschleppt, der den Wagen wiederrepariert hat. Na ja. Bis zum Ende der Reise sollte er dann schließlich, nach einem zweiten Ausfall mitten in Downtown San Francisco, 7.800 Meilen zurücklegen. Das Abenteuer Autokauf war es wert.

Weiter nordwärts – Paddeln in Kanada

ottawa-jugendherbergeDurch die Staaten Vermont und New York gings weiter in Richtung Norden. Ich hatte mich dazu entschlossen einen Abstecher nach Kanada zu machen und in Ottawa vorbeizuschauen. Die Stadt ist wirklich klasse und auf keinen Fall sollte man es versäumen in der dortigen Jugendherberge zu übernachten. Diese ist nämlich ein ehemaliges Gefängnis und war von 1862 – 1972 in Betrieb und damit auch, markabererweise Ort der letzten öffentlichen Hinrichtung in Kanada. Jeder bekommt eine Zelle zugewiesen und bei dem Gedanken an die „bösen Jungs“ wird einem doch schonmal mulmig.

Algonquin Provincial ParkMein nächstes Ziel war der Algonquin Provincial Park in Kanada. Hier kann man sich Kanus und Kajaks mieten, um dem Ruf des „Timberwolves“ zu folgen. Ein Kajak für 3 Tage inkl. „camping fee“ kostet ca. 130 Can$. Der Park ist zu den Sommermonaten teilweise so voll, dass es Stau beim Ein- und Aussteigen gibt. Bei meinem Besuch war es aber angenehm ruhig. Es dauert ca. 1-2 Stunden und man kriegt die ein oder andere Blase an den Fingern, bis man den Rhythmus mit dem Padel raus hat. Danach wird das Reisen mit dem Boot zum reinen Vergnügen. Ich habs tierisch genossen.