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Gullfoss

Gullfoss, der „goldene Wasserfall“, ist einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Als einer der drei Hauptattraktionen innerhalb des „Golden Circle“, dem goldenen Ring, wird er dementsprechend oft von Reisenden angesteuert. Der Wasserfall rauscht über zwei Stufen, die 11 m und 21 m hoch sind und in einem 90°-Winkel zueinander stehen. Er wirkt imposant und ist nach dem Dettifoss der wasserreichste Fall in Island. Die Gischt lässt einen auch noch mit großem Abstand zu Wasserfall nass werden. Der Krach ist ohrenbetäubend – je näher man ihm kommt, umso lauter wird es. Ein Naturspektakel.

Geysir

Geysir

Das Thermalgebiet rund um den Geysir liegt auf der Route des Golden Circle, dementsprechend stark frequentiert ist dieser Touristenmagnet. Auf Islands Geysir, der auf den namen „Strokkur“ hört, zu deutsch „Butterfass“, ist Verlass. In etwa 5-minütigen Abständen speit er Wasser bis zu 35 Meter in die Höhe.

Der eigentliche „Geysir“, der namensgebend für alle derartigen Wasserfontänen gewesen ist, beendete seine Aktivität um 1916. Bis dahin brach er mit Wassersäulen von 70-80 m Höhe aus. Er befindet sich im Abstand von 40 Metern zum Strokkur und ist nun weitestgehend inaktiv. Da die Eruption nicht auf die Minute vorhersehbar ist, blicken alle Besucher gebannt auf die kochend heiße Wasserstelle, die Kameras dabei im Anschlag.

Das Gebiet lässt sich auch von einer kleinen Anhöhe aus überblicken, die in nur 5 Minuten erreicht ist. Von hier genießt man einen schönen Blick auf die umliegende, flache Landschaft und die aufsteigenden Dampfsäulen, die sogar auf Satellitenaufnahmen zu sehen sind.

Thingvellir

Thingvellir - Þingvellir

Þingvellir, oder „Thingvellir“ geschrieben, ist seit der Besiedelung Islands von großer Bedeutung. „Þing“ steht für „Volksversammlung“ und „vellir“ für „Feld“ oder „Ebene“. So kann „Þingvellir“ also mit „Ebene der Volksversammlung“ übersetzt werden. Bereits um 930 fanden hier die ersten, gesetzgebenden Versammlungen der norwegischen Wikinger statt. Demnach gehört Þingvellir gemeinsam mit denen der Antike zu den ältesten Parlamenten der Welt. Auch die Republik Island wurde 1944 an diesem Ort in einer feierlichen Zeremonie ausgerufen, was anhand von Schildern im Park auch dokumentiert wurde.

Þingvellir liegt in einer sogenannten Grabenbruchzone, umgeben von vier aktiven Vulkanen. An dieser Stelle von Island ist das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten, vor allem an der Almannagjá, der Allmänner-Schlucht, eindrucksvoll sichtbar. In den letzten 10.000 Jahren ist Island beidseits der Schlucht Almannagjá um 70 Meter auseinandergedriftet. Der Talboden hat sich dabei um ca. 40 Meter gesenkt. Einige der Spalten dienen als Tauchplatz, die von zahlreichen Tauchschulen angesteuert werden, darunter auch Dive.is. Die Besonderheit ergibt sich aus der geologischen Beschaffenheit und aus der bis zu 100 Meter weit reichenden Sicht, die man Unterwasser vorfindet und die in dieser Form für ein einmaliges Taucherlebnis sorgt.

Aber natürlich ist Þingvellir auch zu Fuß unbedingt sehenswert. Der Weg durch die Almannagjá hin zum Öxarárfoss, den man vom Parkplatz aus am Visitor Center in etwa 20 Minuten erreicht, ist sehr lohnend. Am Abend oder in den frühen Morgenstunden hat man gute Chancen, den Park weitestgehend für sich zu haben, denn natürlich macht jeder Reisebuss an diesem Ort Halt.

Bis 1967 war es übrigens möglich, die Almannagjá mit dem Auto zu durchqueren. Seinerzeit war der Tourismus noch kaum von Bedeutung für das Land. Mittlerweile ist das anders. Island ist ein beliebtes Reiseziel, vor allem von Deutschen. Seit 2004 steht Þingvellir, das bereits 1930 zum Nationalpark ernannt wurde, zudem unter dem Schutz der UNSECO als Weltkulturerbe.

Südwesten

Südwesten Island

Der Südwesten Islands zählt zu den am meisten bereisten Regionen, und das kommt nicht von ungefähr. Nicht nur die Hauptstadt Reykjavik liegt hier, auch zahlreiche Publikumsmagneten befinden sich in dieser Gegend.

Unter der Bezeichnung Golden Circle, also Goldener Kreis, werden vier Sehenswürdigkeiten zusammengefasst, die man ohne weiteres an einem Tag besichtigen kann. Dies kann man entweder mit einer entsprechend geführten Tour von Reykjavik aus machen oder aber auf eigene Faust.

Golden Circle

Zum Golden Circle zählen die Sehenswürdigkeiten Þingvellir, den historisch wie auch geologisch bedeutsamsten Ort von Island, der Wasserfall Gullfoss, das Thermalgebiet Geysir sowie das Zentrum isländischer Treibhauskultur Hveragerði. Mit Ausnahme des letzten Ortes werden die anderen Sehenswürdigkeiten ausführlich in diesem Reisebericht vorgestellt.

Der Golden Circle ist 237 km lang. Die reine Fahrtzeit wird bei Google Maps mit 3 Stunden, 8 Minuten angegeben. Inklusive der Besichtung der Sehenswürdigkeiten ist man gut und gerne einen ganzen Tag unterwegs. Die im folgenden aufgeführte Route beginnt direkt in Reyjavik und zwar an der Hallgrímskirkja, dem Wahrzeichen der Stadt.

Stationen des Golden Circle

  • Thingvellir

    Thingvellir 

    Thingvellir liegt in einer sogenannten Grabenbruchzone, umgeben von vier aktiven Vulkanen. An dieser Stelle von Island ist das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten.

  • Gullfoss

    Gullfoss

    Gullfoss, der „goldene Wasserfall“, so die Übersetzung. Der Wasserfall rauscht über zwei Stufen und erzeugt dabei einen ohrenbetäubenden Krach.

  • Gullfoss

    Geysir

    Von dieser Wasserfontäne haben die Geysire ihren Namen. Das Thermalgebiet rund um den Geysir liegen auf der Route des Golden Circles, dementrechend stark frequentiert werden diese angesteuert.

Andere lohnenswerte Ziele im Südwesten

  • eystri-hagafellsjoekull

    Eystri-Hagafellsjökull

    Der Eystri-Hagafellsjökull ist über die Schotterpiste F335 zu erreichen. Vor allem ein Sonnenuntergang ist in diesem verlassenen Tal besonders schön. Aber sicherlich muss man eine gewisse Vorliebe für raue Gegenden mitbringen, um diesen Eindruck zu teilen.

  • Dyrhólaey

    Dyrhólaey

    Die im Süden Islands gelegene Halbinsel Dyrhólaey wartet mit einer spektakulären Küstenszenerie auf, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

  • Weitere Impressionen im Südwesten

    Weitere Impressionen

    Der Südwesten Islands hat so viele Naturschönheiten zu bieten, dass man alleine in dieser Region gut und gerne 2 Wochen reisen und wandern kann.