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Námafjall

Namafjall

Das Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Fuße des Vulkans Námafjall zählt zu den bekanntesten seiner Art in Island. Fumarole, Solfatare und Schlammlöcher überziehen das Gebiet, in dem es, wie üblich in solchen Fällen, zwar übel nach Schwefelgasen riecht, dessen olfaktorischen „Reize“ jedoch um ein vielfaches von den visuellen überdeckt wird.

Der Gipfel des Námafjall (482 m) ist über einen Pfad erreichbar, der zum Teil sehr rutschig ist. Von hier oben hat man einen guten Blick auf die Myvatn– und Krafla-Region. Die aufsteigenden Dampfsäulen des Hochtemperaturgebiets sind schon aus einigen Kilometern Entfernung zu sehen. Gase und Wasserdampf pressen sich mit so einem Druck durch das Gestein, dass dabei ein dröhnendes Geräusch entsteht. Auf keinen Fall sollte man mit der Hand testen, ob der Dampf heiß ist. Er ist heiß!

In den frühen Morgenstunden, gleich nach Sonnenaufgang hat man Hverarönd für sich alleine. Zum Mittag hin drängen sich die Reisebusse auf dem Parkplatz und die Menschen zwischen den Schlammlöchern und Fumarolen. Kein Bus, der hier nicht Halt machen würde. Zu eindrucksvoll ist, was der Vulkanismus hier hat entstehen lassen. Und wer weiß, vielleicht schießt hier ja in ein paar Jahren Lava in die Höhe.

Krýsuvík Geothermal-Gebiet

Krýsuvík Geothermal-Gebiet

Das Geothermalgebiet Krýsuvík ist das Ergebnis einer Vulkaneruption, die im Mittelalter, vermutlich im Jahr 1188 stattfand. Der letzte Ausbruch fand in diese Gegend im 14. Jahrhundert statt. Aktiv ist Krýsuvík auch heute noch. Indiz dafür sind die Rauchsäulen, die schon aus der Ferne sichtbar sind. Zwischen Mai und November des Jahres 2009 hebte sich das Gebiet um ganze 3 cm, was nach wie vor auf erhöte geothermale Aktivität hindeutet. Deshalb findet man in diesem Gebiet auch Messinstrumente, die nicht nur Beben registrieren, sondern auch das Heben und das Absenken der Erschichten dokumentieren.

Faszinierend ist auch der Abstecher zum Kleifarvatn, in dem heiße Quellen aufsteigen. Der See ist 97 Meter tief und wird auch von Tauchern angesteuert. Die südliche Uferzone ist ebenfalls aktiv, weshalb an einigen Stellen das Begehen nicht ganz ungefährlich ist. Heiße Dämpfe steigen durch den Sand auf, weshalb man lieber darauf verzichten sollte, Barfuß herumzulaufen. Trotz relativer Nähe zur Blauen Lagune und Reykjavik genießt man am Kleifarvatn die Einsamkeit.