Reiseroute

7 Tage sind ein enges Zeitfenster, sofern man sich vorgenommen hat, die Insel komplett zu umrunden und dabei auch die ein oder andere Wanderung mitzunehmen. Aber es geht, etwas Planung im Vorfeld vorausgesetzt. Während meiner Tour bin ich etwas mehr als 2.500 km mit dem Wagen gefahren. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich gut über die Ringstraße ansteuern. Vor allem an der Südküste reiht sich ein Highlight an das nächste.

Wer ein Auto mietet, sollte sich unbedingt überlegen, ob er nicht 200 Euro mehr investieren möchte, denn mit einem geländetauglichen Wagen erreicht man nicht nur schwer zugängliche Landstriche, sondern fährt auf Schotterpisten, die es durchaus auch auf einigen Abschnitten der Ringstraße gibt, einfach sicherer (siehe Auto im Straßengraben). Hier der konkrete Verlauf meiner Reise:

Reiseverlauf / Die Stationen der Reise

04. September Ankunft 23:50 Uhr
Übernachtung: Zeltplatz Alex Guesthouse
05. September Einkaufen, Blue Lagoon, Kleifarvatn, Thingvellir
Übernachtung: Reykjavik Zeltplatz
06. September Tauchen Silfra, Geysir, Gulfoss, Eystri-Hagafellsjökull
Übernachtung: Berghütte Eystri-Hagafellsjökull
07. September Fahrt entlang der Südküste, Seljalandsfoss, Skogafoss, Dyrholaey, Abstecher Lakagigar (Furten!)
Übernachtung: Skaftafell Zeltplatz
08. September Große Wanderung Skaftafell (06.30 Uhr – 14.00 Uhr), Jökulsarlon
Übernachtung: Zelten (wild)
09. September Wanderung Hvítuhnjúkur, Fahrt nach Myvatn
Übernachtung: Myvatn Blockhaus
10. September Wandern in der Krafla-Region, Namaskard, Viti
Übernachtung: Myvatn Jugenherberge Sæberg
11. September Sneafellsnes, Stykusholmur, Sneafellsjökull, Kurzabstecher Reykjavik, Rückgabe Mietwagen
12. September Abflug 0:35 Uhr

31 thoughts on “Reiseroute

  1. Vielen herzlichen Dank für Deinen plastischen und vielfacettingen Island-Reisebericht.

    Besonders die Route Deiner 7-tägigen Insel-Rundreise interessiert mich sehr; wir erwägen, sie genauso „nachzumachen“.
    Drei Fragen noch:

    Hättest Du im Nachhinein die gleiche Route gewählt (oder welche Ecken hätte man sich lieber sparen/ genauer anschauen können?)
    Hast Du Dich als Individualreisender auf Deinen Wanderungen die ganze Zeit über gut und sicher gefühlt oder wären geführte Tageswanderungen Alternativen?
    Und: Was hat Dich die ganze Island-WE damals inkl. Wagen, Unterkunft und Verpflegung gekostet?

    Vielleicht findest Du ja mal Zeit zu antworten; würde mir sehr helfen in der Groborientierungsphase…

    Viele Grüße von der Alster an den Maschsee
    Alina

  2. Freut mich, dass Dir der Reisebericht gefällt 🙂

    Hier meine Antworten.
    Die Route ist wunderbar. Je mehr Zeit man mitbringt, desto mehr Schleifen und Abstecher, sei es auf die Westfjode oder ins Landesinnere, kann man mitnehmen.

    Island lässt sich bestens als Individualreisender erkunden, so wie es in allen skandinavischen Ländern der Fall ist. Wer in entlegenen Gegenden wandert, sollte sich entsprechend vorbereiten. Und wer sich gut vorbereitet und etwas Outdoor-Erfahrung mitbringt, sollte keinerlei Probleme bekommen. Ich habe immer ein GPS-Gerät dabei, unterstützend auch Kartenmaterial auf Papier (siehe Planung und Infos). Mit den Karten orientiere ich mich auf den Straßen und mit dem GPS auf den Wanderungen.

    Was die Kosten für die Reise betrifft – schau mal unter Preise in Island. Ich habe die Seite angepasst und um die Reisekosten ergänzt.

    Dann wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß bei der Planung und noch mehr Spaß später auf der Tour!

    1. Hallo Achim,
      Das hört sich ja alles ganz spannend an! Mich hat jetzt auch die Lust gepackt und ich werde in drei Wochen mit einer Freundin mach Island fahren. Da wir uns auch Kostengründen nur für eine Woche ein Auto mieten wollten, möchte ich gern Fragen welche Route Du empfehlen würdest? Wir würden gerne auch eine mehrtägige Wanderung machen und vielleicht auch eine Fahrradtour. Sollte man dann mit Startpunkt Reykjavik eher in den Süden oder Richtung Norden fahren? Über Auskunft würde ich mich freuen! Gruß anna

    2. Hallo Anna,
      wie gesagt. In einer Woche kann man die Insel schon komplett umrunden, aber man ist dann schon gut durchgetaktet. Als mehrtägig Wanderung bietet sich beispielsweise Landmannalaugar an. Allerdings wird die Tour gut frequentiert, weil es DIE Wanderung in Island schlechthin ist. Ich persönlich würde mit dem Rad von Reykjavik aus entweder entlang der Küste fahren oder aber, in einer zweitages Tour, Thingvellir ansteuern, das gut 40 Kilometer entfernt liegt. Im Süden Reykjaviks sind die Lavafelder riesig und dementsprechend karg wirkt die Landschaft. Um zur Blauen Lagune zu kommen, würde ich lieber einen Bus nehmen.
      Viel Spaß!

  3. Herzlichen Dank für deinen großartigen Reisebericht, er ist übersichtlich strukturiert, detailliert und vor allem wunderbar visualisiert.

    Bei meinen eigenen Recherchen und Reisevorbereitungen für kommenden August ist mir aufgefallen, dass das von dir erwähnte „Alex Guesthouse“ KEIN CAMPING mehr anbietet. Man kann sich (leider) nur noch in die Hütten und das Gästehaus einquartieren.

    Viele Grüße,
    ~ Josephine

  4. Hallo Achim,

    vielen Dank für deinen schönen und sehr hilfreichen Reisebericht.
    Wir planen zu viert im Juli dieses Jahr nach Island zu fliegen, allerdings mit 10 Tagen Aufenthalt und würden gerne deine Route ausprobieren.

    Wir stellen uns nur gerade die Frage wo du den Mietwagen während deiner größeren Wanderung am 8. September hast stehen lassen bzw. wie du das da mit dem Mietwagen gemacht hast wenn du gewandert bist?

    Vielen Dank im Voraus für deine Antwort 🙂

    Viele Grüße
    Julia

    1. Hallo Julia,
      Du meinst die Wanderung im Skaftafell Nationalpark. Der Park verfügt über einen großen Campingplatz. Den Wagen kann man, so man denn eine Nacht hier verbringt, in Sichtweite des Zeltes parken. Ansonsten parkt man den Wagen VOR dem Eingang, wo es ebenfalls reichlich Stellplätze für Autos gibt.
      Dann wünsche ich Euch viel Spaß auf Eurer Tour durch Island!
      Achim

      Hier eine entsprechende Ansicht des Campingplatzes auf GoogleMaps:

  5. Hallo Achim, hallo zusammen.

    Wir haben deine Website mit großer Begeisterung vor unserer eigenen Island-Tour erforscht. Großes Lob für die Aufbereitung und die Bilder. Allerdings haben wir uns innerhalb einer Woche nur auf den südlichen Bereich Islands (mit einem Abstecher ins Hochland Hveravellir) konzentriert. 1 Woche für eine Umrundung hielten wir doch für sehr, sehr sportlich. Jetzt im nachhinein würde ich ebenfalls davon abraten, so viel Strecke in 7 Tage zu packen und würde den zukünftigen Islandbesuchern (Erstbesuchern) raten sich eher auf einen Teil Islands zu konzentrieren. Ich denke, dass man dann mehr davon hat. Allein die Südküste zwischen Rekjavik und Höfn ist schon so abwechslungsreich und hat so viele schöne Dinge zu bieten, dass man hier locker zwei Wochen verbringen kann.

    Nichtsdestotrotz danke ich für deine Webseite und zahlreichen Tipps!

    1. Da hast Du natürlich Recht, Sebastian. Das kann ich gut verstehen, dass nicht Jeder bei einem einwöchigen Aufenthalt die Insel umrunden mag. Da ist man schon gut durchgetaktet. Der Süden ist in der Tat ziemlich abwechslungsreich und bietet jede Menge einzigartige Landschaften.

      Schön, dass die Website Euch als Inspirationsquelle gedient hat, um Eure eigene Tour zu planen. Das freut mich.

      🙂

  6. Hallo Achim,
    vielen Dank für deine tollen Bilder und deine Beschreibungen.

    Ich selbst bin gerade auf der Suche nach einer tollen Route zum Reiten. Es werden sehr schöne Routen angeboten, aber wenn man noch nie in Island war, ist es sehr schwierig anhand der sich stapelnden Angebote , das Richtige zu finden.
    Was würdest Du als die landschaftlich abwechslungsreichste Gegend empfehlen?
    Was sollte man auf keinen Fall verpassen?

    Liebe Grüße
    Anja

    1. Hallo Anja,

      oh … puh … das ist schwierig. Skaftafell gefällt mir als Nationalpark am besten, was aber nicht heißt, dass man hier auch gut reiten kann. Offen gesagt weiß ich gar nicht, ob das hier möglich ist. Ein Naturspektakel ist ganz sicher auch die Myvatn-Gegend inkl. Námafjall und Krafla, den Fumarolen, Kratern, Höhlen etc.. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast zur Flora und Fauna am Myvatn, mit seiner vielfältigen Vogelpopulation. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Touren auf dem Pferd auch in der Thingvellir-Region ein schönes Erlebnis sind. Hier ist die Landschaft grüner als im Hochland, wo große Landstriche ja doch sehr wüst und „leer“ sind.

      Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.
      Grüße
      Achim

  7. Hallo Achim,
    sehr schöne Seite. Im August 2015 waren wir auf Island und sind eine ähnliche Route gefahren. Beim Durchstöbern deiner Seite bekommt man durchaus Sehnsüchte 🙂
    Schönen Sonntag dir noch!
    Viele Grüße Steffi

  8. Hallo Achim,

    vielen Dank für Deine spannenden Berichte über Island!!
    Wir verreisen mit unseren beiden Töchtern im September für 10 Tage nach Island. Da wir nicht stressen möchten und auch etwas verweilen wollen, scheint uns eine Rundreise etwas sportlich.
    Nun überlegen wir uns, auf einen Teil zu beschränken. Wäre es möglich der Ringstrasse im Süden bis in den Osten zu fahren und eine andere Route (durchs Hochland, Nationalpark) zu nehmen oder gibt es Abkürzungen der Ringstrasse um die Insel?
    Würdest Du uns eher der Süden oder der Norden empfehlen?

    Herzlichen Dank im Voraus und ein schönes Pfingswochenende!!

    Liebe Grüsse
    Manuela

    1. Hallo Manuela,

      danke für das Kompliment! Das freut mich.
      Eine Verbindung von Ost nach West quer durchs Land gibt es auf Island nicht. Als Alternative zur Ringstraße steht lediglich die F26 zur Verfügung. Das ist allerdings eine Piste (!), die den Norden mit dem Süden durch die Hochebene verbindet und für die man ein Fahrzeug mit entsprechender Bodenfreiheit benötigt. Ich würde diese Tour mit meinen Kindern eher nicht fahren, auch weil sie deutlich weniger Highlights bietet als die Ringstraße.

      Wenn Ihr Euch nicht stressen wollt, würde ich Euch den Südwesten ans Herz legen. Östlich dann etwa bis nach Jökulsarlon und westlich die Halbinsel Reykjanes einschließend. Da habt Ihr jede Menge Highlights dabei. Ich würde diese Tour vielleicht so planen: Erst in Richtung Osten/Jökulsarlon fahren, sodass man die längste Distanz hinter sich bringt, um dann auf der Rücktour sich so viele Orte anzuschauen, wie es die Zeit erlaubt. Eine Wanderung im Skaftafell-Nationalpark sollte meines Erachtens dabei nicht fehlen.

      karte island

      Ich wünsch Euch weiterhin viel Spaß bei der Planung und dann natürlich einen schönen Aufenthalt auf Island!

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