Die besten europäischen Reiseziele für 2020

Während der Corona-Pandemie zu reisen ist nun schon seit einigen Wochen wieder möglich. Innerhalb Deutschlands wurden die Beschränkungen im Mai aufgehoben und in Europa haben die meisten Grenzen im Juni wieder für andere Europäer geöffnet. Dass es in diesem Jahr Einschränkungen im Urlaub gibt, ist klar. Dazu gehören:

  • Maske tragen
  • Mindestabstand einhalten
  • Hände desinfizieren
  • die stete Gefahr, in einen neuen Lockdown zu geraten
  • sich im Urlaub mit dem Coronavirus zu infizieren
  • andere unwissentlich anzustecken

Doch trotz alledem ist es möglich, im Jahr 2020 einen schönen Urlaub zu verbringen. Schließlich können Urlauber in diesem Jahr ein sehr ursprüngliches Europa erleben, ohne Touristen aus Übersee und mit insgesamt deutlich weniger Reise-Aufkommen.

Einige Ziele, die in den letzten Jahren vielleicht aufgrund von Überfüllung zu unattraktiv waren, sind im Jahr 2020 nun plötzlich reizvoll. In den Restaurants muss nicht mehr so lange Schlange gestanden werden, das Quetschen durch enge Gassen entfällt und Kreuzfahrtschiffe, die auf einen Schlag 5.000 Menschen ausspucken, kreuzen gerade auch nicht durch die Weltmeere. Das ermöglicht ein neues Urlaubserlebnis, mit mehr Ruhe und womöglich fernab der Massen.

Natürlich sind auch in 2020 in den beliebten Urlaubsländern Reisende unterwegs und gerade der einheimische Tourismus erfreut sich großer Beliebtheit. Dennoch ist das Aufkommen nicht mit den Vorjahren zu vergleichen.

Das sind die Top 5 Reiseziele

Venedig

Venedig von Gerhard G. auf Pixabay

Die Lagunen-Stadt Venedig ächzt wie kaum eine andere unter Overtourism. Auf 50.000 Einwohner kommen jedes Jahr 30 Millionen Touristen. In den Restaurants und Cafés findet sich kaum ein Platz, die kleinen Gässchen sind verstopft und die Preise überzogen. Mit einem Aperol Spritz-To Go und einem Panini auf die Hand ist das Vergnügen da häufig größer (und billiger), als sich in die Warteschlange vor einer Trattoria zu stellen. Auch im Casino der Stadt dämpft die Wartezeit den Spaß am Spielen, schließlich ist es wie viele andere Orte beliebt und daher voll. Da ist es mit den besten Online Casinos mit und ohne Bonus Code auf dem Smartphone deutlich angenehmer, sich ins Hotelzimmer zurückzuziehen und Online sein Glück zu versuchen. Normalerweise bleibt als beste Reisezeit für Venedig eigentlich nur der Januar, zumindest wenn man die Stadt nicht mit Millionen anderen Gästen teilen will.

In 2020 ist aber alles anders. Venedig ist so wenig besucht wie seit Jahrzehnten nicht, die Preise für Hotelzimmer sind deutlich günstiger und die Trattorien sind alles andere als ausgebucht. Wer die wunderschöne Stadt in Ruhe erkunden will, hat nun die beste Gelegenheit. Die Infektionszahlen in Italien sind auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie in Deutschland, die Hygienemaßnahmen sind ebenfalls vergleichbar und wer sich an die Regeln hält, kann dort in diesem Jahr eine einmalige Zeit verbringen.

Dubrovnik

Imposante Stadtmauern, eine malerische Altstadt und wunderschöne Sandstrände – die kroatische Stadt Dubrovnik an der Adriaküste ist längst kein Geheimtipp mehr. Spätestens seit der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ wird Dubrovnik von Touristen überrannt und die vielen Kreuzfahrtschiffe tun ihr Übriges.

Kirchen, Museen, Klöster und zwischendurch zahlreiche gute Restaurants und hübsche Cafés lassen in der Stadt keine Langeweile aufkommen und genau das merkt man besonders im Sommer. Durch die Gassen wird geschoben, gedrängelt und der Blick auf die schönen Sehenswürdigkeiten ist meist von anderen Köpfen verstellt. In 2020 ist das Touristenaufkommen deutlich zurückgefahren – besonders die Abwesenheit der Kreuzfahrtschiffe macht sich bemerkbar. Wer Dubrovnik mit mehr Ruhe und weniger Menschenansammlungen erkunden will, hat in diesem Jahr die Gelegenheit.

Mykonos

Mykonos von DanaTentis auf Pixabay

Mykonos ist als die Party-Insel Griechenlands bekannt. Die Bars und Clubs sind im Sommer voll von feierwütigen Touristen und die hübsche weiße Altstadt platzt aus allen Nähten. Dieses Jahr ist auf Mykonos deutlich mehr Ruhe eingekehrt, da die Clubs geschlossen sind und die üblichen Party-Touristen ausbleiben. Zwar ist es auf Mykonos immer noch voller als auf den Nachbarinseln Naxos oder Paros, aber es haben viele Läden und Tavernen geschlossen und die Strände sind deutlich leerer. Während in den letzten Jahren eine Strandliege auf Mykonos gut und gerne 40 Euro für den Tag kostete, sind die Wirte in diesem Jahr froh, überhaupt ein paar Gäste anzulocken.

Die Corona-Krise trifft den griechischen Tourismus hart und die verschärften Einreisekriterien mit stichprobenartigen Corona-Tests am Flughafen machen es nicht leichter. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann eine schöne Zeit bei den herzlichen Griechen verbringen, die sich laut Berichten anderer Urlauber vorbildlich an die geltenden Corona-Regeln halten.

Mallorca

Mallorca Foto: Schaffrinna

Die Lieblingsinsel der Deutschen steht auch im Jahr 2020 stark im Fokus. Ein Pilot-Projekt mit Deutschen Touristen im Juni sollte prüfen, wie der Urlaubsbetrieb in diesem Jahr aussehen könnte. Nach und nach werden die Buchungen auf der Insel nun mehr, von Überfüllung kann in diesem Jahr aber keine Rede sein. Nach dem rücksichtslosen Verhalten einiger Ballermann-Touristen sind die Kneipen in diesem Areal nun auch wieder geschlossen – Mallorca ist ja aber mehr als bloß der Ballermann.

In den Bergdörfern lässt sich dieses Jahr die Urlaubsidylle besonders genießen, viele Buchten sind alles andere als überfüllt und auch in Palma können Touristen deutlich entspannter flanieren als in den Jahren zuvor.

Paris

Frankreich, unser Nachbarland, bietet viele schöne Reiseziele. Die Hauptstadt Paris gehört in diesem Jahr mehr als je zuvor den Einheimischen. Die internationalen Touristen bleiben aus, Amerikaner, Japaner oder Russen, die normalerweise zum Eiffelturm oder Louvre strömen, dürfen nicht einreisen. Viele gastronomische Betriebe in Paris dürfen bis Ende September ihre Terrassen erweitern, um die größeren Tischabstände einhalten zu können und eventuelle Umsatzverluste aus dem Lockdown auszugleichen, wodurch die Stadt einer einzigen großen Terrasse gleicht. Komplett reserviert sind die Lokale aber längst nicht, denn die großen Touristenmassen fehlen nach wie vor.

Rund 48 Millionen Touristen besuchten im Jahr 2018 den Großraum Paris – ein Wert, der in 2020 auf keinen Fall erreicht wird. Der Pariser Tourismusverband geht davon aus, dass dieses Jahr rund 70 Prozent weniger Touristen nach Paris kommen als im Vorjahr. Wer also mit deutlich weniger Besucheraufkommen durch das Künstlerviertel Montmartre spazieren oder die Mona Lisa ohne Schlange stehen betrachten will, der kommt in 2020 in die Stadt der Liebe. Der Eiffelturm und Disneyland haben ebenfalls wieder aufgemacht – zwar unter strengen Hygieneregeln, aber die gibt es in diesem Jahr schließlich überall.

 

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