Hawaii (2)
Auch der Rest des Nationalparks ist einzigartig. An einigen Vulkankegeln oder Erdspalten sieht man Opfergaben, wie Früchte oder Blumen, die von den Hawaiianern der Göttin "Pele" erbracht werden. Sie ist Schöpferin und Zerstörerin zugleich.
An einem Tag bin ich mit Leuten auf den höchsten Vulkan Hawaii's den Mauna Kea gefahren. 4016 Meter ist dieser Gipfel hoch und auf der Spitze sind mehr als zehn Observatorien versammelt. Die Luft ist kristallklar und so dünn, dass einem nach ein paar Schritten schwindelig wird. Die Wolken sind so weit unten, dass man das Gefühl hat man säße in einem Flugzeug.
Flora und Fauna - einfach traumhaft
Die Vegetation ist hier so üppig und abwechslungsreich - ein Fest für jeden Hobbygärtner. All' die ganzen Pflanzen, die man nur aus den Gartencentern und von Obi kennt - mal soll es gar nicht glauben - die wachsen alle hier, und zwar wild! An jeder Ecke gedeiht etwas anderes und überall mischt sich ein Hauch Meeresluft unter die ganzen verschiedenen Blütendüfte. Auch wenn durch den Tourismus viele neue Pflanzen "eingeschleppt" werden, 90% aller Pflanzen sind endemisch. Dies ist ein Indiz für das sehr hohe Alter dieser Inselgruppe und die lange Zeitperiode, während der sich die Pflanzen ohne "Störung" von außen isoliert entwickeln konnten.
Ansonsten kann ich Euch nur empfehlen, wenn Ihr einmal einen Abstecher nach Hawaii macht, leiht Euch eine Schnorchelausrüstung für ein paar Tage aus. Dies ist die preiswerteste Variante, die farbenprächtigen Fische und die Korallen zu entdecken. Sogar einige Meeresschildkröten hab ich gesehen, denen man ohne Probleme auf 2 Meter nah kommen kann. Ist schon klasse, wenn man einfach so vor sich hin paddelt und völlig unerwartet taucht vor oder unten einem so ein Tier auf.

