Vancouver Island
Überfahrt
Von Jasper ging es dann 14 Stunden Nonstop nach Prince Rupert, dem Hafen von dem man Fähren nach Alaska, Queen Charlotte Islands und Vancouver Island nehmen kann. Reist man mit dem Auto ist eine Reservierung für die Fahrten sehr zu empfehlen will man nicht mehrere Tage in der recht unattraktiven Hafenstadt verbringen, um auf einen freien Platz zuwarten. Als Backpacker kommt man jedoch immer mit. Der Preis von 104 $ für die 15 stündige Überfahrt nach Vancouver Island für eine einzelne Person ist zwar etwas hoch aber in jedem Fall eine lohnenswerte Investition. Auch der Trick per Anhalter auf die Fähre zukommen, um so nur den Insassen Preis in einem Auto zahlen zu müssen funktionierte nicht, da die meisten Autos eine Reservierung für die Anzahl der Insassen haben und jeder weiterer den vollen Preis zahlt.
Auf der Fahrt heißt es Augen auf. Wale, Delphine und Bären warten darauf entdeckt zu werden. Damit auch ja kein Tier verpaßt wird macht der Kapitän sogar Ansagen und liefert ein paar Infos worum es sich handelt. Wenn man ein Faibel für Whalewatching hat ist man prinzipiell schon mal genau richtig hier in der Region. Die wohl größte Population von Orcas, oder fälschlicherweise Killerwale genannt, findet man im Johnstone Strom an der Ostküste von Vancouver Island. Aber über genaue Angaben welche Tiere man wo beobachten kann informiert man sich am besten dirket vor Ort. Man zahlt für eine geführte 3 Stunden-Whalewatching Tour zirka 70-80 $. Mein Tip: Schlauchboote für 6-12 Personen sind fun pur. Mit 70 km/h fliegt man über das Wasser, was alleine fast schon den Preis wert ist.
Eine der schönsten Straßen der Welt
Vancouver Island ist riesig. Für die Strecke von Port Hardy nach Victoria benötigt man mit dem Auto gut und gerne 7-8 Stunden. Die Insel ist aber viel zu schön, um sie nur von Norden nach Süden zu durchqueren. Eine der schönsten Straßen, die ich auf meinen Reisen kennegelernt habe ist der Highway No 4 von Parksville nach Tofino. Die 185 km schlängeln sich so um die Berge und Flüsse, daß man den Eindruck hat es sind gut und gerne doppelt so viele. In der Mitte der Insel sollte man einmal aussteigen, um sich Cathedral Grove anzusehen. Die hier erhaltenen riesigen Douglasfichten und Westküstenzedern sind bis zu 800 Jahre alt und werden bis zu 75 Meter hoch. Pacific Rim National ParkWeiter nach Tofino, dem kleinen Fischerstädtchen durchquert man den sehenswerten Pacific Rim National Park Hier gibt es auch den legendären West Coast Trail. Eine Wanderung für echte Naturburschen und natürlich Naturmädels entlang der Westküste, die quer durch den Pacific Rim Park über Hängebrücken, Flüssen durch den Urwald führt und für die man zu jederzeit die beste Ausrüstung benötigt. Die Anzahl der Leute, die die Strecke begehen dürfen (zugänglich von April - Anfang Oktober) ist limitiert. Also auch hier, anmelden!
Die Gegend hier ist so abwechslungsreich, daß man ruhig eine Woche für Wandern, Tauchen, Birdwatching, Whalewatching etc. einplanen kann.
Victoria - Eine köngliche Stadt
Mehrere Tage sollte man sich auch für die Provinzhauptstadt Victoria Zeit nehmen. Das Royal British Columbia Museum ist Infotainment pur. Die unglaubliche Fülle an Informationen über Wale, das Land und ihren Menschen wird so erfrischend auf mehreren Ebenen präsentiert, daß man eigentlich erst aus Erschöpfung und nicht aus Langeweile das Museum verläßt. Auf keinen Fall sollte man sich einen Besuch im Pub "Big Old John" entgehen lassen. Bei leckerem Gerstensaft hinterläßt jeder Gast einen Geldschein oder eine Visitenkarte an der Wand und ißt Erdnüsse, deren Schalen fast vollständig den Boden bedecken. Viel Spaß beim Suchen meines Studenten Ausweises unter einem der transparenten Tischplatten.
Grüße gehen an meine Mitreisenden bzw. kanadischen Freunde: Eddie, Striker, Reece, Eleanor, Rosalie, Anika, Mareike, Dan, Alan, Marie, Joan, Alex, Thomas und Freundin, Roman, Klaus, Helen, Iris und Freundin, Marc, Edgar und alle die hier nicht aufgeführt sind.
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